Seltsames, Skurriles und Merkwürdiges aus dem englischen Alltag



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    Archiv: September 2007

    Crocodile

    Warum man die Zweierreihe in der die kleinen Schulkinder gehen “crocodile” nennt, konnte mir bisher kein Engländer einleuchtend erklären. Und die Krokodilstränen gibt es im Deutschen genau wie die “crocodile tears” im Englischen. Und die vergiest man reichlich wenn mal wieder “Crocky Wock The Crocodile” zugeschlagen hat.

    “No animal is quite as vile
    As Crocky-Wock the crocodile.
    On Saturdays he likes to crunch
    Six juicy children for his lunch”
    ….
    “vile” bedeutet soviel wie “abscheulich, gemein, wiederwärtig”. Aber hört selber wie es weitergeht

    Tücken der englischen Sprache

    Gestern war mal wieder eine kleine Bildstrecke in der Süddeutschen zum Thema “Tücken der englischen Sprache“. Da wird unter anderem der Unterschied zwischen “familiar” und “familial” verdeutlicht. Nicht alles so spannend für den fortgeschrittenen Sprachfetzen-Leser, denn der weiß natürlich den Unterschied zwischen “meat” und “flesh”. Aber ihr könnt ja mal reinschauen.

    Mehr Wasser als Cola …

    … wird in London getrunken, weiß Talking Retail zu berichteten. Ja, richtig so! Ist ja auch leckerer, gesünder und der bessere Durstlöscher. Man kann “soda water”, “table water”, “bottled water”, “carbonated water” oder “mineral water” dazu sagen. Und - sehr interessant - die Geschichte. Das Mineralwassers in England hat deutsche Wurzeln. Die liegen weit zurück bei den Römern. Bei denen war das Mineralwasser aus Germanien äußerst beliebt. Sie transportierten es nicht nur in Tonkrügen über die Alpen nach Rom, nein auch in versiegelten Gefäsen nach England. Denn germanische Mineralquellen enthielten wesentlich mehr Kohlensäure als Einheimische. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde dann der therapeutische Wert des Mineralwassers entdeckt. Bade- und Trinkkuren waren die Folge.
    Aber zurück zum Ausgangspunkt. Vor einigen Jahren gab es einen ziemlichen Skandal in England: “Coca-Cola zapft Mineralwasser aus der Leitung” hieß es 2004. Warum wieso weshalb kann man bei wasser-und-mehr nachzulesen (am Ende des Artikels).

    alright, alot - misspelled words

    Fast schon Standard. Man schreibt “alright” richtig ist aber “all right”. Ein anderes Beispiel ist “alot”, korrekt heißt es “a lot”. Diese und weitere “misspelled words” (falsch geschriebene / buchstabierte Wörter) werden bei der “Study of Some of the Most Commonly Misspelled Words” aufgelistet.
    Und ich muß zugeben, bei dem englischen Wort für “boshaft, schadenfroh” muß ich auch immer wieder überlegen. Wie wird es wohl geschrieben?

    mischevious , mischeivous , mischievious ,mischevous , mischeivious ,mischivous , mischievous, mischieveous , mischiveous , oder doch mischeiveous.
    Das Richtige herauszufinden, überlasse ich den Sprachfetzen-Lesern :)

    Prick with a fork - der Depp mit der Gabel

    England lacht über Ainsley Harriott einen prominenten Medienkoch. Er ist “der Depp mit der Gabel”. Zu lesen auf einer Würstchenpackung, die in großen Supermärkten verkauft wurde. Natürlich bedeutet “to prick” auch aufspießen, aber “a prick” ist nun mal umgangssprachlich ein Depp. Und diese Würstchen in dieser wunderbaren Verpackung und dem tollen Slogan, sowie dazu das Konterfei des grinsenden Ainsley mit Gabel in der Hand, wurden einige Tage in den Supermärkten angepriesen: they were actually sold in the supermarkets - until they twigged! - bis die es kapiert hatten.

    Was sind WAGs ?

    WAGs ist eine Abkürzung für “Wives And Girlfriends”. Die britische Regenbogenpresse erfand den Begriff 2006 während der Fußballweltmeisterschaft als die Paparazzi die Spielerfrauen verfolgten. Seitdem ist der Begriff in die englische Umgangssprache eingeflossen und diese Woche wurde er offiziell in das English Dictionary aufgenommen. So sagt nun der CEO zu seinen Managern bei der Einladung zur Dinnerparty “WAGs welcome”.
    Ebenso in das Dictionary wurde der Ausdruck “carbon footprints” aufgenommen. Eine natürlich weitaus ernstere Angelegenheit. Dieser “ökologische Fußabdruck” gibt den eigenen Energie- und Ressourcenverbrauch an.
    Oh je - und ich bin ja durchaus ab und zu in diesen fiesen Billigfliegern, beim Hin und Her zwischen alter und neuer Heimat :(
    Da hat mein carbon footprint dinosauriergröße - und die sind ja bekanntlich ausgestorben.

    Ein Schwarm Krähen - murder of crows

    Eine der größten Seltsamkeiten in der englischen Sprache sind die vielen vielen Begriffe für “Gruppe”. Da gibt es zum Beispiel herd of elephants, a crowd of people, a box of crayons, a pad of paper. Besonders bei Tieren die in Gruppen auftreten gibt es unzählige Bezeichnungen. Eine Hundemeute formiert unter: “cry of hounds”, “mute of hounds”, “pack of hounds”. Bei den Enten finden wir: “brace of ducks”, “flock of ducks”, “flush of ducks”, “paddling of ducks”, “raft of ducks”, “team of ducks”. Und warum nun der Krähenschwarm “murder of crows” heißt, weiß ich auch nicht so genau - da kann auch black.crow.de nicht wirklich weiterhelfen.

    sanitation

    “Sanitation” kann Entsorgung heißen, aber auch sanitäre Einrichtung oder auch Hygiene. Hier zwei kleine Bildimpressionen der “sanitation” beim End of the Road Festival vom letzten Wochenende.

    endoftheroad_a.jpg

    in the morning.jpg

    Ein wunderbares Festival. Neben alten Bekannten mit tollen Auftritten von Jim White und Howe Gelb, waren die musikalische Entdeckungen für mich: Liz Green (missing link between Jolie Holland and Karen Dalton) und Josh T. Pearson.
    Really groovy!

    Appendix (Nachtrag):
    There is a nice review of the festival from the Telegraph

    And some more fotos I took (all Howe Gelb / Giant Sand related) here

    © Thomas Althaus 2007 | by WordPress | WPD
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