Halloween in England. Hier glaubt man folgendes:
- falls man heute auf Reisen ist, sollte man unbedingt vor Sonnenuntergang am Ziel ankommen.
- der Teufel ist ein Nußsammler. Englische Mädchen sammeln Haselnüsse um den Geliebten damit zu verzaubern.
- Die ganze Familie macht ein Lagerfeuer am Abend. Nach dem Herunterbrennen wird aus der Asche ein Kreis gelegt, in den Kreis legt jedes Mitglied einen Kieselstein. Ist der Kieselstein am anderen Morgen verschoben, stirbt der arme Kieselsteininhaber innerhalb des kommenden Jahres.
- schäle einen Apfel - aber es darf nur ein langer Schnitt sein mit dem die Schale komplett heruntergeschnitten wird. Schließe die Augen und wirf die Schale über die Schulter. Die Form der Schale wird dir dann die Anfangsbuchstaben deines/r Zukünftigen zeigen.
- Obacht vor Eulen. Wenn die in der Halloweennacht über dich fliegen, wollen sie deine Seele holen.
- Fliegt eine Fledermaus dreimal um dein Haus an Halloween, dann ist das mit den Eulen sowieso egal, weil dich der Tod auf jedenfall bald holen wird.
- Du hast viele Verehrer und willst wissen wer der / die Richtige ist. Sammle frische Haselnüsse, jeweils einen pro Verehrer. Zünde das Kaminfeuer an und lege die Haselnüsse vor den Kamin. Jede Nuß symbolisiert einen Verehrer. Warte ein wenig und beginne dann mit dem Gesang:
“If you love me, pop and fly; if you hate me, burn and die.”
Morgen ist also Halloween, da basteln wir uns eine “Jack´o lantern“, eine Kürbislaterne. Wir brauchen einen ziemlich großen Kürbis mit gut 5 cm Stammdurchmesser - dann hält er länger. Dort wo der Stamm ist, schneiden wir eine 12 - 15 cm breite kreisrunde Öffnung - schön sauber, denn der Deckel kommt ja am Ende wieder drauf. Mit Hilfe von Suppen- ,Teelöffel und Messer nun Fleisch und Kerne herauskratzen und den Kürbis aushöhlen - es sollte eine etwa 1 cm dicke Schalenhaut übrigbleiben. Nun mit Bleistift ein furchterregendes Gesicht auf dem Kürbis skizzieren (da helfen zum Beispiel die Vorlagen hier)und vorsichtig mit dem Messer ausschneiden. Innen noch eine leichte Vertiefung für das Teelicht herauspräparieren und fertig ist unsere jack´o lantern.
Bei gruseliger Beleuchtung können wir nun mit “bobbing for apples” beginnen. Das ist ein kleines Spielchen das vor allem zu Halloween gespielt wird. Eine große Schüssel mit Wasser füllen (Badewanne geht auch), Äpfel reinschmeißen - und dann darf ein jeder versuchen einen Apfel mit Mund und Zähnen aber ohne Zuhilfenahme der Hände herauszufischen. Wer es als erster schafft, dem winkt Liebesglück, so heißt es.
Wem natürlich so ein einfacher Kürbis zu langweilig ist, der sollte mal bei extremepumpkins schauen, da brennt die Luft!
Und nicht vergessen, morgen gilt:
If you see a spider on this night, it could be the spirit of a dead loved one who is watching you.
Nun wird´s gruselig, denn diese Woche ist ja Halloween. England ist ja Mutterland des Schauerromans und heimgesuchte Burgen und Schlösser findet man hier fast an jeder Ecke. Bei mir um die Ecke steht zum Beispiel Kenilworth Castle:

Da brauch man nur mal bei hauntedplaces.co.uk zu schauen. Ebenso hilfreich ist die Auflistung bei paranormalconspiracymagazine. Natürlich ist das “most haunted house in England” ein muß. Hilfe bekommt man bei Michelle Lee, einem Medium die ein Team leitet das paranormales Phänomene aufspürt. Auch ein prima Nachschlagewerk ist die paranormaldatabase, wenn es um “Bue Ladys”, “White Dogs”, “Huge Monks” und viele weitere Untote in England, Schottland und Wales geht.
Spooky !!!!
Schauder !!!
Na das ist doch mal eine ganz besondere Geisterbahn. Die Dean Forest Railway in Lydney, Gloucestershire bietet ein Halloween Special. Unter dem Motto “travel if you dare”, gehen drei Geisterzüge dampfbetrieben Nachts auf die Reise. “See the witches coven, vampires asleep in their coffins, a grisley graveyard, skulls and skeletons, lots of ghosts and ghouls.” Nichts für schwache Nerven. Mit diesem Höhepunkt endet nun unsere kleine Eisenbahnwoche bei Sprachfetzen. Schönes Wochenende!
Der nächste Tag unserer Reise mit der britischen Eisenbahn.

Auf nach Bristol. Nicht weit von Bristol findet man den Bitton Train Graveyard. Das Bitton Railway Museum ist Teil der Avon Valley Railway. Hier fahren noch die guten alten Dampfloks bis Ende Oktober. Dann ist die Dampfloksaison 2007 zu Ende.
Unser erster Halt ist in Swindon. Dort gibt es das Swindon Steam Museum. Das “STEAM” “is full of fascinating one-of-a-kind exhibits that take the visitor back in time to a period of great technological innovation and strenuous manual labour.”. Und der Begeisterte trägt sich dann gleich als Freund des Museums ein, oder erwirbt die “Best of British Steam” DVD. Auch das “Age of Steam” Spiel mit all seinen Erweiterungen sollte der Dampflokfreund besitzen. Zumindest Superfred ist ganz begeistert davon. Swindon liegt nicht weit von Dorset. Leider haben wir das “Great Dorset Steam Fair” 2007 gerade verpasst, aber immerhin bleibt uns die Picture Gallery im Internet. So nun ist es Zeit, es sich im Schlafwagen gemütlich zu machen, denn morgen erwarten uns weitere Wunder der Eisenbahnwelt in England.
Bei unserer kleinen Reise mit der Eisenbahn müssen wir uns natürlich erstmal ganz allgemein über den Schienenverkehr, Fahrpläne und Preise in England schlaumachen. Da fangen wir am besten bei “How to travel by train in Britain” an. Wahlweise hilft auch “UK Railways on the Net” bzw. Nationalrail weiter. Je früher man bucht umso billiger sind einige Tickets. Dies rät Heather. Aber Obacht manchmal ist es doch komplizierter als man denkt.
Es kommt schon oft vor das die Züge Verspätung haben. Da die Engländer keinen richtigen Winter gewohnt sind, kommt es vor allem im Herbst und Winter zu Verspätungen, weil schon ein bißchen Laub in den Schienen den Verkehr zusammenbrechen lässt. Die Zugpreise variieren sehr. Manchmal ist ab halb sieben Abends ein Ticket für die Hälfte des Preises zu haben. Dafür wird dann am nicht allzu späten Abend der Zugverkehr auch so gut wie eingestellt. Nichtsdestotrotz - nevertheless - gehen wir morgen optimistisch auf die Reise.
In dieser Woche geht es um das Thema Eisenbahn in England.

Da gibt es Interessantes zu berichten. Im 18 Jh. gab es einen “Spurenweitenkrieg” zwischen den beiden großen britischen Eisenbahngesellschaften Great Western Railway (GWR) und der London and North Western Railway (LNWR). Mehr dazu in der Wikipedia. Der Ingenieur Isambard Brunel veranlasste damals den Bau von mehr als 1500 km Breitspurstrecke mit Bahnhöfen, Viadukten und Untertunnelungen die heute noch als Wunder des Viktorianischen Englands gelten.
So, don´t miss the train, catch the train, board the train and learn more about trains in England in the next couple of days