Zum Wochenausklang geht es um die Fledermaus - jedoch nicht um den Gummifetischisten aus dem Kino. Dieses Wochenende findet das European Bat Weekend statt. Dazu gibt es auch etliche Veranstaltungen hier auf der Insel gibt. Eine kleine Übersicht findet man bei www.bats.org.uk. Es gibt das Fledermauskrankenhaus auf der Isle of Wight, Wanderungen zu Fledermausunterkünften im Westen von London oder Feldforschung mit “Bat detectors” im Yarrow Valley, Lancashire.
Dort wird man sicherlich unter anderem erfahren, daß Fledermäuse nicht blind sind, das sie es nicht auf das Blut von Sprachfetzen-Lesern abgesehen haben und auch niemals in dein Haar fliegen.
Im englischen gibt es folgende Redewendungen mit dem Wort “bat”:
like a bat out of hell - wie ein geölter Blitz
blind as a bat - blind wie ein Maulwurf
off the bat - aus dem Stegreif
Dann viel Spaß am Wochenende bei einer kleinen Exkursion in die Welt der Fledermäuse. Und vielleicht seht ihr einige von den 17 verschiedenen Fledermausarten die hier in England leben.
Noch ein Nachtrag zum “Fly-tipper” Thema von Vorgestern. Dasselbe Käseblättchen, dieselbe Ausgabe, zwei Seiten weiter. Das nächste Schmutzproblem. Es brechen die Semesterferien aus, die Studenten verlassen die Stadt (in diesem Fall Leamington Spa) und lassen “unverantwortlich” ihren Abfall zurück. Die Straßen sind übersäht mit Plastiksäcken und Unrat. Vor und hinter den Häusern türmen sich die Müllberge - und das meiste - so steht es im Artikel - sind Essensreste, wie anscheinend private Mülldetektive herausfanden.
Liebe Studenten: “It must not happen again!” - “Das darf nicht wieder vorkommen!”. Wartet bis zum Tag der Müllabfuhr, dann dürft ihr in die Semesterferien.

John Montagu, der vierte Earl of Sandwich, Viscount of Hichinbroke war es der die nach ihm benannte lapprige belegte Weißbrotschnitte erfand. Der korrupte Adelige war seiner Zeit (Mitte des 18. Jhr) Post- und Marineminister und leidenschaftlicher Spieler. Die Legende will, daß er, damit er ein Kartenspiel nicht unnötig unterbrechen mußte und nicht mit Fettfingern die Karten beschmutzte, auf die Idee kam sich Rindfleisch, zwischen zwei gerösteten Weißbrotschnitten gelegt, reichen zu lassen.
Genauso unappetitlich wie viele der Sandwich die man heute an allen Ecken Englands bekommt (billig, geschmacklos, ärgerlich) war auch sein Regierungsstil und Lebenswandel. Kurzzeitig zählte er sogar zu den Mitgliedern des Hellfire-Clubs.
Aber der Begriff “Sandwich” hat sich auch in anderen Bereichen eungebürgert. Wir kennen sie alle - die armen Menschen die für wenig Geld vorne und hinten mit großem Anzeigeschild behängt durch die Städte schwanken um dem Konsumenten auf Angebote und Produkte hinzuweisen, die die gleichen Qualitäten eines Sandwichs aufweisen.
Deshalb begrüßt es Sprachfetzen ausdrücklich, wenn diese Leutchen aus dem Stadtbild verschwinden. Da kann die Times ruhig Partei ergreifen und “Save the Sandwich-Man” rufen und der Focus sympathisieren, daß “Medien (…) gar die urbritische Tradition der Redefreiheit am Ende (sehen)”.
Das ein Sandwich lecker ist oder das ein Plakat eines Sandwichmans auf ein lohnendes Angebot hinweist:
“Don’t you believe it!” - “Wer’s glaubt, wird selig!”
So titelte das lokale Käseblättchen vor einigen Wochen. Und damit will Sprachfetzen das kleine Rätsel vom letzten Freitag auflösen. Der Renner bei den Lesern war “jemand der nur wenig Trinkgeld gibt” - siebenmal leider falsch :). Immerhin vier richtige Antworten.
“To tip” heißt “Müll abladen”, “fly” ist nicht nur “die Fliege” bzw “fliegen” sondern es bedeutet auch “gerissen, schlau, clever”. Ob der Verfasser nun meinte das “clevere Müllablader auf leerstehendem Pubgelände zuschlagen” oder das unbekannte Zeitgenossen lieber “schnell unbeobachtet Müll auf dem leerstehenden Pubgelände abladen”, statt ihn zur lokalen Müllkippe oder Resthof zu bringen - nun ich glaube das ist in diesem Fall ziemlich eindeutig. Hier geht es um mögliche Brandherde, Vandalismus und Ungeziefer - der Fly-tipper ist kriminell und muß gefasst werden - so wie damals Christopher Eric Walton! So unterstützt auch Sprachfetzen: zero tolerance for fly-tippers!

So, während wir auf die “fly-tipper” Auflösung Morgen warten, beschäftigen wir uns heute mit dem Thema “Wortspiel”.
“Pun” ist das Wortspiel, der Wortwitz. Keine Sorge bei dem gerade laufenden kleinen Umfragespiel geht es nicht um einen Wortwitz.
Nein, um diese englischen Wortspiele mit einigen netten Beispielen zu illustrieren, begibt sich Sprachfetzen einmal kurz nach Amerika. Neulich wurde dort auf der “The Best Week Ever” Seite eine Art Best of Liste mit 50 Läden, Lokalen, Geschäften, Einrichtungen zusammengestellt, deren Namen ein kleines Wortspiel, eine Anspielung enthält. Jeweils mit Foto sehen wir unter anderem:
- Platz 37, ein Friseur: “Best little hair house in Denver”
- Platz 34, noch ein Friseur: “Cubic Hair”
- Platz 29, die besten Würstchen gibt es bei: “Award Wiener”
- Platz 12: welchen Service bietet wohl “William the Concreter”?
- Platz 7 lockt mit Wein & Spirituosen: “Planet of the Grapes”
Alles klar? Ich denke diese Wortspiele muß ich nicht erklären, oder? Neugierig auf mehr? Die komplette Liste gibt es hier. Mein Favorit ist übrigens Nummer 3.
Neulich bin ich auf den Ausdruck “fly-tipper” gestoßen. Da war ich erst ziemlich ratlos und mußte mich schlau machen.
Am Dienstag verrate ich die Bedeutung, aber bis dahin können die Sprachfetzen-Leser schon mal versuchen zu erraten was “fly-tipper” bedeuten könnte (aber nicht schummeln und googlen
n
Ein "fly-tipper" ist jemand ...
Ein trüber, regnerischer Tag hier. “A good day for ducks” - “ein regnerischer Tag”. Ein guter Tag um mal wieder in ein paar feinen Blogs zu stöbern. Blogs bei denen ich hin und wieder (every now and then) einmal reinschaue:
Fangen wir an mit der “Frau von Welt” - zaubert mir immer ein Grinsen ins Gesicht. Dann mal kurz bei cupid reinschauen. Kurzweilige Bemerkungen oft zu Musik und Fußball. Und wer die Lektüre der “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche eher in den Bereich der ‘Zeitverschwendung’ (und zusätzlich ‘Geldverschwendung’) einordnet - so wie es “Die Sprachspielerin ” tut, wird natürlich bei Sprachfetzen lobend erwähnt. Eine erhellende Fundstelle für Zitate und überhaupt ist blogsurdum - flatulenzen im digitalen Grundrauschen. Dort laß ich das es Marcel Marceau war, der sagte: “Die Sprache ist natürlich im ersten Moment immer ein Hindernis für die Verständigung.”
Weiter geht´s zu Ollis kleiner Gummizelle, wo man euphorisierende Einträge findet wie:
“Letzte Nacht habe ich geträumt, daß die letzten zweieinhalb Jahre nicht passiert sind, sondern reine Phantasie waren. Man, war das schön.
Dann bin ich wach geworden.”
Na, dann mal hellwach in den regnerischen Tag hinein. Viel Spaß beim Stöbern! - I hope you will enjoy browsing!
Manchmal denke ich mein Leben verläuft fern der Realität. Okay, ich schau höchstens alle 2 Wochen mal Fernsehen und verweigere Radiohören. So vermeide ich, daß mein Hirn mit Unsinn, Überflüssigem, Banalem und Skandalen vollgestopft wird. Allerdings verpasse ich natürlich auch so manch Spektakuläres, Wissenswertes, Relevantes, Interessantes.
Immerhin der Samstag-Guardian hilft ab und zu Löcher im Allgemeinwissen zu stopfen. Und dank eines kleinen Artikels, weiß ich nun auch was das britische Kinderherz bewegt und was ein “Gogo´s” ist (nur echt mit dem Apostroph s).
Man kauft sie in kleine undurchsichtigen Tütchen.
Die Suchtgefahr größer als bei Überraschungseiern.
Sie machen Kinder zu Kriminellen.
Sie werden bis zum 30fachen ihres eigentlichen Kaufpreises gehandelt.
Sie kommen eigentlich aus Spanien, werden aber nun in China fabriziert.
Man spielt nicht mit ihnen, sondern tauscht und handelt sie.
Sie sind kleine seltsam aussehende Plastikfiguren mit großen Füßen.
Man wirft sie in die Luft und freut sich, wenn sie auf den Füßen landen.
Sehr kompliziert und schwer beschreibbar, darum habe ich mal ein Foto angefügt.

So, genug gebloggt für heute. Ich habe Wichtigeres zu tun. Ich muß mal los und “eine Besorgung machen” - “run an errand”.