Der März ist vorbei - mal schauen was Sprachfetzen unerwähnt ließ diesen Monat:
3. März 1647 - Alexander Bell der Erfinder des Telefons wird geboren. Umgangssprachlich sagt man auch im Englischen für “ich ruf dich an” - “I give you a bell”.
18. März 1935 die 30mph ( miles per hour) Standardgeschwindigkeit in Orten wird eingeführt.
22. März 1888 - die englische Fußballiga wird gegründet und eng damit verbunden ist natürlich der 23. März 1891 - da werden zum erstenmal Netze an die englischen Torpfosten gehängt
und seit dem 26. März 1923 gibt es einen täglichen Wetterbericht hier in England.
Der März ein ereignisreicher Monat, aber -”it slipped my mind” - “ich hab’s vergessen”
Wie auch in den übrigen Monaten gibt es auch in England für den März Bauernregeln das Wetter betreffend. Mal sehen was wir haben:
‘When March comes in like a lion it goes out like a lamb.’
‘A dry March and a wet May
Fill barns and bays with corn and hay.’
‘As it rains in March so it rains in June.’
‘March winds and April showers
Bring forth May flowers.
Und wie war das Wetter? Anfang des Monats recht kalt, um den 20. herum ziemlich warm, insgesamt trocken zum Ende hin feucht, windig und kühl. Irgendwie gemischt und diese Bauernregeln wollen nicht recht greifen.
Bauernregel heißt im Englischen “country saying” oder auch “weather proverb”
Was manchmal von Englandurlaubern vegessen wird - die Briten fahren nicht nur links, die haben auch eine andere Uhrzeit. Deutschland hat GMT (Greenwich Mean Time)+1:00 (MEZ). Großbritannien hat GMT + 0, denn Greenwich liegt schließlich in England.
Auf der Website von greenwichmeantime lernen erfahren wir außer der korrekten Zeit, Essentielles über Großbritannien: “The United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (usually shortened to United Kingdom or UK) is a country situated off the north-western coast of continental Europe and is surrounded by the North Sea, the English Channel, the Celtic Sea, the Irish Sea and the Atlantic Ocean.” - man lernt nie aus
In der Schule nicht aufgepasst - warum Greenwich und Nullmeridian? Zum Glück gibt es ja die Wikipedia. Wer den Ausflug sparen will und nicht über den Längenkreis springen will, kann ihn sich zumindest in diesem Video anschauen.
“Longitude” - der Längengrad, “latitude” - der Breitengrad - mit dieser kleinen Lehreinheit verabschiedet sich Sprachfetzen ins Wochenende. Wir lesen uns wieder Montag.
Auf der (amerikanischen) Seite “iwasreallyhungry” fand Sprachfetzen neulich eine Liste mit dem Titel 100 must-eat american (and british!) foods list. Nummer 1 der britischen Liste ist “venison” - Hirsch oder auch allgemeiner Wildfleisch. Gordon Ramsay (keinen Link wert) britischer Kochkönig und TV-Dummschwätzer empfiehlt besonders britisches Wild von Fletchers of Auchtermuchty. Immerhin - der Name macht Neugierig. Ein venison Rezept gibt es hier.
Wie nun all die verschiedenen Teile auf englisch heißen in die man ein kleines Bambi schnippeln kann bevor es serviert wird, wird mit kleiner Zeichnung hier vermittelt. Sirloin - das Filet, das Lendenstück - nun weiß der Sprachfetzen Leser was er im britischen Restaurant bestellen soll. Aber Obacht - mehr durch als medium rare - und man ist als Nichtbrite geoutet - blutig muß es schon noch sein.
“Balloon” ist der Luftballon, aber auch in Comics die Sprechblase. Das Verb “to balloon” steht für “anschwellen” und “aufsteigen”. Und dann gibt es natürlich die “Balloon Art” - diese äh - Künstler - die in Innenstädten, Jahrmärkten und Kindergeburtstagen komische Tiere und lustige Figuren aus Luftballons formen. Auf Crappy balloon art finden wird nun diese Kunst auf ein nie dagewesenes Niveau gehoben - toll! Da will man glatt selber Handanlegen. Mr. Myers Magic zeigt wie´s geht.
Luftballons gehören durchaus zu gefährlichen Gegenständen die beschlagnahmt werden - zumindest bei der Polizei in Kent. “Protest officers seized balloons” titelt der Bericht der BBC über Vorfälle in einem Kraftwerksgegnerlager im letzten Jahr. “to seize” - “beschlagnahmen”. Kein Spaß für Demonstranten - weg mit Decken, Seife, Clownsmake-up und Luftballons!
Vielleicht wollte die Polizei in Kent to “demonstrate their abilities” - “ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen”
Cosplay setzt sich aus Costume und Play zusammen - man kann es also als “Kostüm-spiel” übersetzen. Beim Cosplay stellt der Teilnehmer eine Figur (meist aus japanischen Manga und Animefilmen stammend) möglichst originalgetreu durch Kostüm und Verhalten nach. Mehr darüber gibt es auf der deutschen Seite von furosuto.
Das die Cosplayer mit ihren oft selbstgemachten Kostümen nicht unbedingt sehr geschmackssicher sind, verdeutlicht die Fotostrecke auf Demonicious sehr eindrucksvoll. Hier in England finden die Cosplayer unter Dach der www.cosplayisland.co.uk Seite ein virtuelles Heim.
Neben “costume” ist natürlich “disguise” das englische Wort für “Verkleidung”. Und das bringt uns zur heutigen englischen Redewendung: “a blessing in disguise” - “Glück im Unglück haben”
“literally” bedeutet soviel wie “im wahrsten Sinne des Wortes”. Das von Politik und Popkultur im Übermaß von diesem kleinen Wort Gebrauch gemacht wird, deckt das nette blog “literally, A Web Log” auf. Die Rubrik “best of” hat sehr Kurzweiliges zu bieten. Menschen mit dem Asperger Syndrom haben die Angewohnheit durchaus alles was gesagt wird sehr wörtlich zu nehmen. Sie halten vergeblich Ausschau anch Vierbeinern, wenn es heißt “it´s raining cats and dogs”. Ob das nun gut oder schlecht ist - das sei dahin gestellt. Ich rate jedoch:
don´t take it too literal - nehmt es nicht allzu wörtlich.
Schauen wir bei dict.leo die Übersetzung von “geek” nach, so finden wir “Computerfreak”, “Streber” und “Stubengelehrter” als Übersetzung. Bei der Wikipedia erfahren wir, das sich die Bedeutung sich im Laufe der Zeit gewandelt hat, in die Bezeichnung für eine Person, die sich durch großes Interesse an wissenschaftlichen oder fiktionalen Themen auszeichne.
Das englische „geek“ (vom angelsächsischen Wort „Geck“) bezeichnete im frühen Mittelalter Menschen, die auf Jahrmärkten lebendigen Tieren den Kopf abbissen (wiki).
Wie auch immer - ein Geek wird oft mit Computerspielen assoziiert - wie zum Beispiel die 25 jährige Amanda (geekologie.com), anscheinend der heißeste Fan im Vereinigten Königreich des Computerspieles “halo”. Der Geek wandelt sich auch zum Modetrendsetter und trägt gerne eine seltsame Einwegsonnenbrille.
Naturwissenschaftler werden auch häufig als geeks bezeichnet. Was sie nun aber nicht daran hindert Leckermäulchen zu sein. Das Geekcake Blog hat da einige Beispiele.
Und für old time Computerspielgeeks unverzichtbar - die Pac Man Lampe.
Schönes Wochenende!