When the stars are out, they are visible, but when the lights are out, they are invisible.
You fill in a form by filling it out.
I have a nose that runs and feet that smell.
Boxing rings are square and a guinea pig is neither from Guinea nor is it a pig.
Your house can burn up as it burns down.
“Every man to his taste” - “Jeder nach seinem Geschmack” - mit dieser Redewendung wird ein Zeitungsbericht aus dem Mirror vom 9. November 1822 eingeleitet. In dem unterhaltsamen Presseartikel geht es um einen Seemann der zur Belustigung und Unterhaltung anderer gerne einmal das eine oder andere Klappmesser verschluckte (Swallowing Clasp knives).
Dieser und viele weitere seltsame Zeitungsmeldungen werden im “The Gatherer’s Newspaper Clipping Archive” gesammelt. Unterteilt in Rubriken wie: Ghosts & Hauntings, Cryptozoology, Folklore, Legends, Earth Mysteries, Wild Talents, Disappearances, Archaeology - für jeden also etwas dabei. Viel Spaß beim stöbern wünscht Sprachfetzen.
So, zum Abschluß der Woche mit Ausflugstipps in England noch ein paar Hinweise auf weitere Webseiten die einen guten Einstieg zur Urlaubsplanung bieten.
Liste mit Ausflugszielen in England
Liste mit Englands 20 kostenlose Top-Attraktionen
Herr Michael gibt Urlaubstipps für England (und hat 5 Jahre Erfahrung)
Land- und Städteinformationen bei Reisevista
Ach ja ein paar warme Worte zum Abschluß. Finger weg von Bed & Breakfast! Überteuert, schlechte Betten, mieses Frühstück. Für´s selbe Geld lieber ein Mittelklasse Hotel nehmen.
“Have a safe journey!” - “Gute Reise!”
Ah - Steine und Fossilien, da wird der männliche Englandurlauber zum lebendigen Bagger. Zu finden gibt´s genug. Da hilft eine Interaktive Karte der Geology of Britain.
Außerdem habe ich eine klimageologische Karte (Quelle: British Geological Survey)

die kann sich der interessierte Leser auch als gezipptes pdf Dokument in A1 Postergröße runterladen (allerdings 15mb groß).
Na dann viel Spaß bei den geologischen Exkursionen in England.
“Rocks” ist natürlich das Gestein - aber Obacht “on the rocks” meint nicht sich auf irgendwelchen Felsen bewegen, sondern bedeutet in der Umgangssprache “in Schwierigkeiten sein”
Natürlich wollen wir in unserer Woche der sommerlichen Ausflüge auch hier und da mal eine Verschnaufpause einlegen und ein kühles Schaumloses geniessen.
Zum Beispiel im Canny Mans in Edinburgh: “This is not Burger King. You´ll have it as we like it”. “No credit cards, no mobile phones, no cameras and no backpackers” - ganz klar Sprachfetzens Pub Tipp Nummer 1!
Man fühlt sich sofort betrunken wenn man das Crooked House in Staffordshire betritt. Dank der Minenarbeiten im Unterground ist alles so schief, das sogar die Bierflaschen vom Tisch rutschen. Platz 2.
Platz 3 belegt The Well House in Exeter. Da gibt´s Leichen im Keller. Im Keller befindet sich ein Brunnen aus römischer Zeit in den sich ein Priester und seine Geliebte warfen (oder geworfen wurden, wer weiß). Die Überreste der beiden sind auf Anfrage zu besichtigen.
The Lord Nelson in Norfolk auf Platz 4 hat immer noch dieselben Holzbänke auf denen schon der Namensgeber saß. Nach dem Tod des Admirals brachte man seinen Leichnam konserviert in einem Fass mit Brandy nach Hause, Die Seefahrer tranken dann diesen Brandy um den Geist das Admirals zu verinnerlichen. Im Pub bekommt man heutzutage einen würzigen Brandy mit dem Namen Nelson´s Blood.
Und schließlich auf Platz 5 finden wir The Sun in der Rosemary Lane, Leintwardine, Herefordshire. Eigentlich nur ein Raum in einen normalen Haus, der sich seit 200 Jahren nicht verändert hat. Eine ältere Dame mit Namen Flossie besitzt das Haus. Man geht in ihre Küche und zapft sich selber ein Pint.
Cheers!
Schon einmal berichtete Sprachfetzen über ein Folly. Follies are eccentric buidings, a fun form of 18th-century self-expression - so die Definition die ich mal im Guardian gelesen habe. Im Hawkstone Park in der Grafschaft Shropshire finden sich einige dieser exzentrisch-expressionistischen Bauten. Auf einem 3 stündigen Wanderweg entlang des beeindruckenden Kliffs kann man unter anderem die Grotto Hill, eine Kupfermine mit einem Labyrinth aus Kammern und Gängen erkunden.

Mehr Photos und das Original hier.
Auch in Irland findet man solche Follies. Nachdem Frederick Augustus Hervey vergeblich versuchte den Vesta Tempel in Tivoli zu kaufen, baute er ihn einfach nach. Der sogenannte Mussenden Temple ist nach seiner Cousine und Frau Fridewide Mussenden benannt.
Der Temple of Stancombe (Stancombe, Dursley, Gloucestershire) wurde im Auftrag des Reverend Edwards errichtet. Geheiratet hatte er des Geldes wegen, seine wahre Liebe war eine Zigeunerin, zu deren Ehren er dieses Gebäude errichten ließ. Zu erreichen über eine chinesisch anmutende Brücke und einen muschelbesetzten Tunnel. Famos!
Die grossen Ferien stehen vor der Tür. Zeit bei Sprachfetzen eine Woche lang Ausflugsziele in England vorzustellen.
Fangen wir im Südwesten, in Cornwall an. Rund 4 km nordwestlich von Penzance finden sich wir die Ruinen von Chysauster. Vor rund 2000 Jahren wurde dieses römische Dorf erbaut und für ungefahr 100 Jahre bewohnt. Viele der Steinmauern haben noch die Originalhöhen und sind gut erhalten. Man kann sich gut vorstellen wie die Welt vor 2000 Jahren dort ausgesehen hat. Warum das Dorf aufgegeben wurde? Flutkatastrophe, Krankheiten, Mord und Todschlag - keiner weiß es?
Ruine im Englischen heißt “ruin”, “remains” oder auch “hulk”, wenn man das Wort auf ein Gebäude bezieht. Ansonsten übersetzt man “hulk” natürlich eher mit “Klotz” oder “Koloß”.
Und ich bin sicher, unter den damaligen Bewohner war sicherlich auch ein “hulk of a man” - “ein Riesenkerl
Weitere verlassene Dörfer gibt es in Wales unweit von Carn Llidi (die Ruinen von Maes y Mynydd) und das im Moor liegende gespensterhafte Dorf Eyam in Derbyshire, das 1665 von der Pest heimgesucht wurde. “At the end of August 1665 bubonic plague arrived at the house of the village tailor George Vicars, via a parcel of cloth from London. The cloth was damp and was hung out in front of the fire to dry, thus releasing the plague infested fleas. On 7th September 1665, George Vicars, the first plague victim, died of a raging fever.” Das ist doch einen Besuch wert.
Nächste Woche am 24. ist der Midsummers Day. Die Mitte des Sommers, früher der gleiche Tag an dem die Sommersonnenwende stattfindet (Summer Solstice) - der längste Tag, die kürzeste Nacht(21.6). Am Wochenende ist es also soweit - Warum sind nun Midsummers Day und Summer Solstice nicht mehr am gleichen Tag? Die Varianten des Julianischen Kalenders (Sprachfetzen berichtete) sind Schuld. Im Laufe der Geschichte sind da die Tage durcheinandergekommen.
Aber zurück zum kommenden Midsummers Day. Der wird hier in England oft mit Hexen, Magie, Feen und okkulten Tänzen zusammengebracht. Große Feuer ähnlich unseren Osterfeuern werden entfacht um die Sonne zu stärken. Die Tage werden kürzer, die Sonne wird schwächer - daher entfachten die alten Engländer der Sonne zu Ehre große Feuer.
Auch Heute noch wird - allerdings in der Mitsommernacht - freudig im Kreis um Feuer getanzt. Solstice Circle Dance heißt das. Wer sowas mal erleben will, kann sich hier kundig machen. Und wer nicht tanzungeübt aufschlagen will, kann für schlappe 153 Pfund nen Kurs buchen.
Da fällt mir doch glatt ein:
“make a song and dance about something” - “ein Riesen-Trara um etwas machen”