In England ist es nicht erlaubt “lustige” Grabinschriften (epitaph) zu haben. Sie sollten ernst, andächtig oder voller Schmerz, Trost und Weisheit sein. Daher hat es fast 2 Jahre gedauert bis die Grabinschrift die der Komiker Spike Milligan wollte, endlich eingemeiselt werden durfte (BBC Bericht).
Eine feine Sammlung von Grabsprüchen wie zum Beispiel:
Here lies
Ezekial Aikle
Age 102
The Good Die Young.
findet man hier. Und natürlich gibt es auch noch Dapper Cadaver.
Dapper übersetzt man mit elegant, gepflegt, adrett.
Milligans Grabspruch lautet: I told you I was ill
Heute vor 178 Jahren, am 27. Januar 1832, wurde der englische Schriftsteller, Mathematiker, Diakon, Logiker und Photograph Lewis Carroll in Daresbury in Chesire, England geboren. Es war 1865 als sein Werk “Alice’s Adventures in Wonderland” veröffentlicht wurde. Im heutigen Internetwunderland gibt es die komplette Geschichte als Teil des Gutenberg Projektes online. Eine kurze, gute Biographie findet man bei www.insite.com.br.
Carroll erweiterte die englische Sprache um das Wort “chortle”, einem Mix aus ”snort” und “chuckle”, welches er in seinem bekannten Gedicht “Jabberwocky ” einführte.
to snort - prusten, schnauben
to chuckle - kickern
to chortle - glucksen
Mime, zu deutsch Pantomime oder der Mime. Ein Ausflugstipp für Londonreisende im Januar von Sprachfetzen. Zur Zeit läuft das “London International Mime Festival 2010” statt. Das London International Mime Festival, fand erstmals 1977 statt und ist das größte Festival seiner Art. Künstler treten in kleinen und großen Veranstaltungsorten verteilt über die Hauptstadt auf. Das renommierte Festival zieht inzwischen zehntausende Besucher an.
Natürlich kann man auch selber ein Mime werden. How to Mime zeigt wie es geht. Und bei How to apply Mime makeup erfährt man wie das Pantomimen-Makeup richtig aufgetragen wird.
Sprachfetzen bleibt lieber Zuschauer.
du kannst Bratwürstchen darin aufbewahren, dann hast du Rostbratwurst! So die wunderbare Antwort auf die Frage: “Rost in der Plätzchendose - was jetzt?” (hier gefunden).
Was aber hat dieses Thema bei Sprachfetzen zu suchen? Ganz einfach, der “Erfinder” der Plätzchendose war ein Engländer. Anfang des 19. Jh war es Joseph Huntley, ein in London ansässiger Plätzchenbäcker, der Plätzchen an Fahrgäste in der gegenüberliegenden Postkutschenstation verkaufte. Eine brüchige Ware, was ihn auf die Idee brachte die Plätzchen in Zinnbüchsen zu verpacken. Und daraus wurde dann Huntley & Palmers, eine der erfolgreichsten Plätzchenmanufakturen der Welt die eng mit Huntley, Bourne and Stevens zusammenarbeiteten, die Plätzchendosenfabrik die von Huntleys Sohn geleitet wurde.
Wer also ein authentisches englisches Mitbringsel sucht, wie wär’s mit Keksen von: www.huntleyandpalmers.com.
Die Glühlampe - incandescent light. Heute natürlich nicht mehr wegzudenken, Wahrzeichen des Fortschrittes und der Moderne. Feiern wir sie bei Sprachfetzen, denn heute vor 128 Jahren, am 20. Januar 1882 wurde als erster Laden auf der Welt, ein Textilgeschäft Namens Coxon & Company in Newcastle-upon-Tyne, mit Glühbirnen beleuchtet.
“In the cold light of day” - “bei Licht besehen”, bleibt nur zu sagen “Let there be light!” - “Es werde Licht!”
Namen die jeder hier in England kennt. Charaktere aus Winnie the Pooh. A.A. Milne (Alan Alexandra Milne) Autor von “Winnie the Pooh”, wurde am 18. Januar 1882 geboren und lebte in einem Haus in Hartfield, am Rand des Ashdown Forest in East Sussex, England. Pu der Bär ist hier in England DAS Kinderbuch und die absurd-warmherzigen Geschichten um den Bären „von sehr geringem Verstand” oder – treffender – von sehr großer Naivität (Zitat: Wikipedia), werden jeder neuen englischen Generation vorgelesen. Eeyore, Piglet, Tigger, Kanga und Roo waren die Stofftiere von Milnes Sohn und Winnie-the-Pooh wurde nach einem Kanadischen Schwarzbär im Londoner Zoo namens Winnipeg und einem Schwan in West Sussex der Pooh hieß, benannt.
Mehr zu Winnie, einigen Geschichten und seinem Erfinder gibt es bei www.just-pooh.com.
Den Begriff “Poohsticks” findet man in keinem Sprachlexikon, es ist aber ein Spiel das jeder Engländer kennt. Man wirft Stöcke von einer Seite einer Brücke in einem Fluß oder Bach und rennt zur anderen Seite und schaut welcher Stock von der Strömung zuerst unter der Brücke auftaucht. Die kleine Brücke im Ashdown Forest, der Originalschauplatz in den Geschichten ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Groß und Klein (Foto von der Poohstick Brücke).
Nein, hier geht es nicht um die kleinen niedlichen Nager die gefangen, vergiftet und ausgerottet werden sollten, nein es geht um Diebe, Kriminelle und Gesindel überhaupt. Das muß gemeldet werden. Der wachsame Nachbar und Mitbürger kann anrufen und dafür sorgen das diese Ratten von der Straße verschwinden. Ja, hier im Königreich wird kein Blatt vor den Mund genommen, da werden die Dinge beim Namen benannt. Der Engländer - “he doesn’t mince matters” - “er nimmt kein Blatt vor den Mund.”
Doch doch, das Wort Schadenfreude wird im englischen verwendet. Nicht nur bei Börsianern. Im Oxford Advanced Learner’s Dictionary: heißt es :”noun [U] (from German) - a feeling of pleasure at the bad things that happen to other people”. Auch Julie aus Amerika macht sich in ihrem Blog Gedanken darüber (und über Arschgeweih und ein paar Wörter mehr). Mir ist aufgefallen das viele deutsche Speisen in der englischen Sprache zu finden sind. Sauerkraut, Schnitzel, Strudel, Kohlrabi, Rollmops, Sauerbraten, Bratwurst, Zwieback und natürlich zum Abschluß ein Schnapps. Ja unsere gute deutsche Küche erobert die Insel!