Sprachfetzen hat einen feinen Tipp für die Fußballfreunde. In einem Artikel im Guardian werden die Bundesligasaison 2009 / 2010 Awards vergeben. Dort klingen Zitate ins Englische übersetzt noch toller. Kleines Beispiel: Bruno Labbadia gets the internet: “These days, anyone can write anything online, hiding behind a pseudonym. These are people who shit in their pants.”
Dann gibt es eine lange Preisliste.
Der Preis fürs beste Heruntermachen (Best put-down) zum Beispiel geht an:
“You were at your best in the warm-up” – TV journalist to Lukas Podolski.
Sprachfetzen war sehr amüsiert und reicht den Artikel gerne an seine Leser weiter. Dort findet sich auch das Zitat das zur heutigen Blogeintragüberschrift wurde.
Sprachfetzens bessere Hälfte war neulich alleine in Deutschland unterwegs. Als Frau eines deutschen Mannes übernahm sie die Sprachführungsrolle als sie mit einem Häuflein Engländer in einem Restaurant essen war. Vorherige Reservierung, das Bestellen - Sprachfetzens Schatz konnte alles bestens regeln.
Das Essen war lecker und reichlich. Es blieb einiges über und es tauchte die Frage auf, ob es auch in Deutschland die Sitte gibt, sich das Übriggebliebene einpacken zu lassen. Ein “doggy bag” wie es in England gang und gäbe ist. Sprachfetzens Schatz war ratlos. Sie wusste nicht, daß es keine echte Übersetzung dafür gibt, sondern das es eigentlich als Begriff übernommen wurde. “Können Sie mir das einpacken?” oder man fragt eben auch nach einem “Doggy bag”.
Sprachfetzens Schatz indes nahm ihren ganzen Mut zusammen und versuchte es mit einer individuellen Übersetzung und fragte den verunsicherten Kellner:
“millennial” meint “tausendjährig”.
Das amerikanische PWE Center (Numbers, Facts and Trends Shaping Your World) allerdings meint die Generation um die 20, die nun beginnen erwachsen zu werden:
The Millennials: Confident. Connected. Open to Change.
Generations, like people, have personalities, and Millennials … have begun to forge theirs: confident, self-expressive, liberal, upbeat and receptive to new ideas and ways of living.
Dann will Sprachfetzen mal die Charaktereigenschaften dieser Teenager übersetzen:
confident - selbstsicher, überzeugt, souverän
self-expressive - ausdrucksstark, ausdrucksvoll
liberal - aufgeschlossen, tolerant, vorurteilslos (hat nix mit der Partei zu tun)
upbeat - peppig, optimistisch, euphorisch
receptive - offen, aufnahmefähig
Mhh - so war Sprachfetzen auch mal bevor er ein BOF (siehe Blogeintrag vom Montag) wurde. Und um zu untermauern wie er sich geändert hat, hat Sprachfetzen den How millennial are you (verschwende deine Zeit online) Test gemacht. Am unteren Ende der Skala findet sich der handylose, keine Facebookseite habende, nicht twitternde und ohne die Segen der SMS Kommunikation lebende Sprachfetzen.
Bin ich nun schweigend-depressiv, weit entfernt vom freudigen Puls der Zeit? Scheint so - it appears to be.
BOF - boring old fart, ein langweiliger alter Pfurz - ja so fühlt sich Sprachfetzen manchmal. Gerne verbringt er einen Abend auf dem Sofa (auch wenn es nicht so ein plüschiges ist wie bei Frau von Welt), wundert sich über den Zeitgeist und kann und will den heutigen Teens und Trends nicht folgen.
Aber zurück zum Englischen. Der Pfurz, der Pups heißt im Englischen “fart”. “Pissed as a fart” meint “stockbesoffen”. Manche Dinge oder Personen are “as welcome as a fart in a space suit”.
“flatulence” sind die Blähungen.
Bleibt nur noch zu klären wie ein Pfurz entsteht. What makes a fart tut dies ausführlich.
Das große Brot und Käse Werfen findet diesen Sonntag (”whit sunday”) in St Briavel’s Church im Forest of Dean in Glouchestershire, statt. Seit 1779 gibt es diese Tradition, allerdings musste damals noch jeder einen Penny zahlen um am Fangen teilnehmen zu dürfen.
Als milde Gabe für die Armen einst gedacht, hat sich diese Tradition im Laufe der Jahre zu einem Spektakel entwickelt, welches zwischenzeitlich wegen hooliganmäßigen Besäufnissen und Schlägereien auch mal ausfallen musste. Inzwischen geht es wohl wieder gesittet zu und die Häppchen (”morsels”), die als milde Gabe (”dole”) geworfen werden, werden weniger blutig umkämpft.
“From the moment the first morsels are thrown a thrill of excitement ignites the crowd. Hands outstretched, every man, woman and child battles for his share of the bounty. There are no rules in this battle - women hoist restricting skirts and men pull out extraordinarily large hats to ensure they receive more than their fair share.” (Quelle - unten auf der Seite).
Dieses Thema gab es schon einmal bei Sprachfetzen. Allerdings kannte Sprachfetzen da noch nicht “How to use a semicolon. The most feared punctuation on earth” von The Oatmeal. Wunderbar! Einen dicken Linktipp wert.
Die Briten und ihre Methoden um jugendliche Krachmacher und aufsäßige Schüler zur Ordnung zu bringen.
A few years ago some local authorities introduced the Mosquito, a gadget that emits a noise that sounds like a faint buzz to people over the age of 20 but which is so high-pitched, so piercing, and so unbearable to the delicate ear drums of anyone under 20 that they cannot remain in earshot. It’s designed to drive away unruly youth from public spaces, yet is so brutally indiscriminate that it also drives away good kids, terrifies toddlers, and wakes sleeping babes.
Police in the West of England recently started using super-bright halogen lights to temporarily blindmisbehaving youngsters.
And recently police in Liverpool boasted about making Britain’s first-ever arrest by unmanned flying drone.
West Park School, in Derby in the midlands of England, was “subjecting” (its words) badly behaved children to Mozart and others. In “special detentions,” the children are forced to endure two hours of classical music both as a relaxant (the headmaster claims it calms them down) and as a deterrent against future bad behavior