Seltsames, Skurriles und Merkwürdiges aus dem englischen Alltag



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    Archiv: Juli 2010

    All spruced up

    Sprachfetzen ist all spruced up - geschniegelt und gebügelt. Er geht in die Sommerferien.

    Hier geht es weiter am Montag den 23. August.

    Und Sprachfetzen hofft bei seiner Rückkehr auf ein begeisterte Leserschaft, die genauso euphorisch ist wie das legendäre Publikum in diesem Clip :

    No return within 4 hours

    parkinginLeam.jpgDiese Warnschilder sind in England (zumindest hier in den Midlands) oft zu finden. Nur keine Navigationsgeräte, Laptops und Handies im Auto lassen. Darauf lauert der Dieb. Seltsam das der Dieb überhaupt eine Chance hat, lauern doch überall Überwachungskameras.

    Na egal, eigentliches Thema ist das Parkhinweisschild. Hier darf man kostenlos bis zu zwei Stunden parken. Parkscheiben gibt es in England nicht. Stattdessen kreist lovely Rita meter maid umher und gibt erfasst Kennzeichen und Zeit.

    Die Politesse ist fleißig und kommt garantiert mehrmals in der Stunde vorbei und die Chance auf ein Ticket ist recht groß, wenn man mehr als 2 Stunden parkt. Und mal kurz um die Ecke umparken geht auch nicht - denn man darf erst frühestens 4 Stunden später wiederkommen. Dies ist ja auch deutlich ausgeschildert.

    In England hält man nicht nach einem parking house Ausschau, sondern nach einem “car park”. Ob man dort rückwärts oder seitwärts einparkt, egal im Englischen beides “parallel parking”

    Morgen ist St. Swithin’s Day

    Am 15. July ist St. Swithin’s Day - wichtig für alle Meterologen, denn so besagt die Wetteregel: regnet es am St. Within’s Day, wird es die nächsten 40 Tage weiterregnen.

    Dazu gibt es auch einen alten Reim

    ‘St. Swithin’s day if thou dost rain
    For forty days it will remain
    St. Swithin’s day if thou be fair
    For forty days ’twill rain nae mair.’

    dost = does
    thou = you
    nae mair = no more.

    St. Swithin war der Bischof von Winchester. Die Legende besagt, daß der Bischof auf seinem Totenbett den Wunsch äußerte im Freien und nicht wie üblich in einer Kathedrale begraben zu werden, denn dann køunne er den Regen und die Schritte hören. Sein Wunsch wurde befolgt, doch 9 Jahre später, im Jahre 971 verlegten die Mönche seine Gebeine in die Kathedrale. Am Tag der Verlegungszeremonie blitzte und donnerte es und der Regen hielt 40 Tage lang an.

    Anlaß für Sprachfetzen ein paar regenrelevante Redewendungen vorzustellen:

    “to rain cats and dogs” - “in Strömen regnen”

    “to rain on someone’s parade” - “jemandem die Suppe versalzen”

    “to be left out in the rain” - “im Regen stehen gelassen werden”

    “to take a rain check” - “auf etwas später wieder zurückkommen, etwas verschieben”

    keep a stiff upper lip

    Ein councillor ist ein Stadtrat oder Gemeinderatsmitglied (municipal councillor: Mitglied des Gemeinderats, town  councillor: Mitglieds des Stadtrats) in England.

    “Glum” übersetzt man am besten mit “mürrisch, verdrießlich”. Damit haben wir die ‘GLUM COUNCILLORS”

    In England kann man des öfteren mürrisch dreinschauende councillors in der Öffentlichkeit sehen. Einige sind nun bei glumcouncillors.tumblr.com bebildert zusammengetragen worden. Kein Wunder das die so verdrießlich sind, müssen sie sich doch mit den Klagen und Nöten ihrer Gemeindemitglieder tagtäglich auseinandersetzen. Sprachfetzen rät:

    keep a stiff upper lip = die Ohren steif halten, Haltung bewahren, durchhalten, nicht nachgeben, sich nicht erschüttern lassen, den Mut nicht verlieren

    In diesem Sinne liebe Leser, blickt Sprachfetzen aufrecht in die neue Woche

    Die Polizei dein Freund und Helfer

    police_streetlight.jpgEine alte Laterne außen vor der lokalen Polizeistation. Anlaß für Sprachfetzen einige polizeiliche englische Begrifflichkeiten zu erklären. In England ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Polizistin “copper”, was in etwa “Bulle” entspricht, aber höflicher gemeint ist. Mit “beat” ist nicht die Musik, sondern das Revier des Polizisten gemeint. Spricht man im übrigen Land von der police oder der constabulary, so spricht man in London vom MET, Metropolitan Police Service. Und beim Thema “copper” darf Sprachfetzen eine englische Institution nicht vergessen. Den Londoner “bobby” George Dixon. Er schob 21 Jahre lang Dienst, von 1955 bis 1976, brachte es auf 432 Episoden - ohne Mord und Todschlag. George Dixon was a policeman of the old school. A dependable officer who would help old ladies cross the street and whose idea of treating juvenile delinquents was with a ‘clip’ round the ear.

    Dixon of Dock Green’ was the final representative of a moralistically paternalistic Britain (www.televisionheaven.co.uk) Eine der erfolgreichsten englischen Fernsehserien aller Zeiten, jeder Engländer über 40 kennt Dixon. Und Sprachfetzen hat die Titelmelodie der Serie, synonym für die Spannung jeder Episode:

    BBC Comedy

    Die Internetpräsenz der BBC Comedy Abteilung wurde vor einiger Zeit  generalüberholt und aufgepeppt. Nun findet man dort Web-Exklusives wie diesen kleinen Sketch über “hen parties”. Was das ist hatte Sprachfetzen ja schon einmal erklärt.

    Natürlich gibt es in England auch den Junggesellenabschied, der heißt hier “stag night” oder einfach nur kurz “stag”. “Stag” übersetzt ist eigentlich der “Hirsch” und ja - der Hirschkäfer ist der “stag beetle”.
    Natürlich gibt es auch einen Stag clip auf der BBC Comedy Seite.

    Hop Farm Festival 2010

    Sprachfetzen war am Wochenende auf dem Hop Farm Festival in Kent. Es war nicht schön. Als kleines 1-tägiges Festival noch im Frühjahr beworben mutierte es in den letzten Wochen zu einem 2-tägigen Monster mit 40000 Besuchern. Schmutz, lange Schlangen, Änderungen der Auftrittszeiten ohne das das Publikum informiert wurde, chaotische Zustände auf dem Parkplatzacker und viele viele die bei 30 Grad Alkohol in sich reinkippten und dann kotzend auf dem Rasen ruhten.

    Ich glaube ein guter Indikator für die komplette Organisation des Festivals ist wie man die TRAIN times ankündigte:

    hopfarmfestival1.jpg

    hopfarmfestival2.jpg

    Ein kleiner Lichtblick war der (mit 1,5 Stunden verspätete) Auftritt von Pete Molinari auf der kleinen Zeltbühne das Hop Farm Festivals. Darum erlaubt sich Sprachfetzen hier auf diesen charismatischen englischen Songwriter hinzuweisen. “Apparently, this guy lays more pipe than Gene Simmons. Well good for him. Lucky son of a bitch.” (Metal Bastard goes soft blog)

    Muß ich doch nicht übersetzen, oder?

    Aber Sprachfetzen hat einen raren  Pete Molinari Track, den er bei einer BBC Radiosession für Mark Lamarr aufgenommen hat. “CC On My Mind”:

    England nach dem World Cup Fieber VI

    Irgendwelche Nachrichten über die aktuellen Weltmeisterschaftsereignisse verpasst?

    Naja die Engländer sind nicht mehr wirklich interessiert …

    aber falls doch:

    alle guten und schlechten Artikel werden bei http://mustreadsoccer.com gesammelt und kategorisiert.

    © Thomas Althaus 2007 | by WordPress | WPD
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