Seltsames, Skurriles und Merkwürdiges aus dem englischen Alltag



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    Archiv: März 2011

    Germans are not known for backing down in an argument

    Und noch ein netter Artikel aus dem Guardian. Darin wird belegt wie brav die Deutschen Regeln, Gesetze und Verbote Folge leisten. Während sich in England keiner im Fußgängerampeln kümmert, wartet man in Deutschland auf “the little green man”.

    Mittagsruhe gibt es auf der Insel nicht und der Rasen wird sowieso am Sonntag gemäht. Beim Recyclen haben sie auf der Insel eher 3. Welt Land Status und “If the sauna poster tells you to shower before cooling off in the plunge pool, do it – unless you want to get into an argument with a naked German about your personal hygiene.” (Quelle).

    Und was dann passiert …. wie war doch gleich nochmal die Überschrift für den heutigen Blogeintrag ?

    Das Marketing

    What’s the German for marketing? Das Marketing!. So beginnt der Artikel “Mind your language: German linguists oppose influx of English words” im Guardian vom 14.03.2011.

    Ist Deutsch eine aussterbende Sprache, sind die vielen englischen Ausdrücke die ins deutsche Einfliessen daran Schuld? Der Verein Deutsche Sprache (VDS) ist alamiert.

    Der Artikel endet mit dem Satz: “Last year Germany’s transport minister, Peter Ramsauer, banned his staff from using a string of anglicisms, including “Laptops”, “Tickets” and “Flip-charts”.” (Quelle).

    Sprachfetzen allerdings findet live-stream weitaus sexier als Direkt-Datenstrom.

    spag bol

    Die Nordengländer -im Gegensatz zu Deutschland ist ja das Kulturgefälle auf der Insel anders. Die Kultur ist im Süden Englands zu Hause und der Norden beheimatet unter anderem den Yorkshireman, kälteerprobt, grobschlächtig und kulinarisch unbedarft. Solch ein Mensch aus Yorkshire war neulich zu Gast bei Sprachfetzen und erzählte unter anderem: “every Friday I get the craving for spec bog”.  - zumindest verstand es Sprachfetzen so. Nach was befällt den Nordmann ein heftiges Verlangen: “Spec bog”? Sprachfetzen dachte erschreckt, das klingt nach einer glibbrig ekligen Wurmspezies aus dem Moor (”bog” = “Moor”), na vielleicht essen die das im Norden wirklich. Mutig fragte Sprachfetzen nach.

    SPAG BOL!

    Im Norden Englands umgangsprachlich für Spaghetti Bolognese.

    forty winks

    “To wink” meint ein Augenzwinkern oder blinzeln. Sind also forty winks etwa 40 Augenzwinkerer, fragte sich Sprachfetzen als seine bessere Hälfte letzte Woche zu ihm meinte: I’m gonna have forty winks”. Na, vielleicht hat sie ja was im Auge.

    Falsch “to have forty winks” bedeutet “ein Nickerchen machen”.

    Gute Nacht.

    to tussle with Russell

    Jane Russell ist tot. Ein Werbeplakat zeigte sie in den 40ern lasziv hingestreckt auf einem Heuballen, mit der Schlagzeile: ”How’d you like to tussle with Russell?”. Wie wär’s mit einer Balgerei mit der Russell?.

    “These days I am a teetotal, mean-spirited, right-wing, narrow-minded, conservative Christian bigot, but not a racist” sagte sie dann in späteren Jahren über sich.

    teetotal = Antialkoholiker

    mean-spirited = garstig, gemein

    narrow-minded = engstirnig

    bigot = Bettschwester, Fanatikerin

    Gut das Sprachfetzen nie mit ihr Raufen wollte, der bevorzugt lieber Blondinen.

    © Thomas Althaus 2007 | by WordPress | WPD
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