Seltsames, Skurriles und Merkwürdiges aus dem englischen Alltag



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    Archiv: Mai 2011

    a serious case of “cba”

    Was ist los mit Sprachfetzen. Kaum Blogeinträge in den vergangenen Wochen. So kann das nicht weitergehen.

    Gibt es einen Grund? Wie sagt doch eine Bekannte Sprachfetzens aus dem Norden Englands: “you got a serious case of cba!

    CBA? - Can’t be arsed - totale Lustlosigkeit, mir doch egal

    Okay - Sprachfetzen verspricht Besserung

    Holy water - sticky wicket

    Am Wochenende hat Sprachfetzen eine Irische Komödie auf DVD gesehen. 2010 herausgekommen und ziemlich untergegangen. Aber doch recht unterhaltsam. Gut für kurzweilige Unterhaltung ohne Tiefgang.

    “Holy Water” erzählt die Geschichte von 4 arbeitslosen Freunden in einer ländlichen irischen Gegend ohne große Zukunftsaussichten. Also beschliessen sie einen LKW zu überfallen der Viagra nach Belfast bringt um die Beute dann in Amsterdam zu verkaufen. Der erste Teil des Planes klappt, aber die Beute muß zuerst versteckt werden, da die extra eingeflogenen amerikanische Spezialeinheit (die Viagra Firma gehört den Amis) schnell auf ihre Spur kommt.

    Die Jungs sind nun in einer “sticky wicket” - “einer schwierigen Situation”. Also ab mit der Beute in den Dorfbrunnen. Aber beim Runtefallen, werden die Behälter demoliert und der gute Stoff kommt ins Grund und somit Trinkwasser des Dorfes ….

    Mehr wird nicht verraten. Hier gibt es den Trailer.

    Und bei einigen Szenen: “that cracked me up” - “ich musste mich kaputt lachen”.

    Pass the port decanter

    Einer dieser seltsamen Trinkbräuche in England. Es gibt dieses Gefäß, ein Rundkolben sozusagen, nicht ausbalanciert - es kippt um solange sich Flüssigkeit darin befindet. Der Gastgeber befüllt es, gießt allen ein und gibt dann den Dekanter entgegen des Uhrzeigersinns (so will es der Brauch) weiter. Um es nun nicht so lange zu halten, muß man sein Glas schnell austrinken, dann auffüllen und dann darf man ihn wieder weitergeben.

    Es heißt also aufgepasst, wenn sich die Dekanter-Flasche nähert - schnell leertrinken! Es gibt keine Möglichkeit den Dekanter abzusetzen (”hogging the Port”).

    Bob Dylan auf Geisterjagd - Whitley Court Castle

    Sprachfetzen macht einen Ausflug. Den soll schon Bob Dylan als er 1966 in Birmingham gespielt hat, gemacht haben (Ghost hunting with Bob Dylan). Das pittoreske Schloß, in der Nähe des Dorfes Hartlebury in Worcestershire, bietet immer wieder Gelegenheit Geistern zu begegnen (Beispiel). Ob nun Geister oder auch keine - das Schloß an sich ist einen Ausflug wert. Es gibt viele Veranstaltungen wie die ‘Behind the scenes’ Tour oder die ‘Castle by night’ Tour (mehr Infos auf der English Heritage Seite). Empfehlenswert.

    “Spuk” im Englischen ist natürlich “spook” oder auch “phantom”, “schaurig” wird mit “eerie” übersetzt und “gruselig” mit “creepy”

    Blackberry Winter

    Deutschland fröstelt zur Zeit. Nachts gehen die Temperaturen in den Minusbereich. Sind das etwa verfrühte Eisheilige? Die sind eigentlich erst vom 12. bis 15. Mai angesagt.
    Aber die Frage ist, gibt es die Eisheiligen auch in England? Eher nicht sagt Sprachfetzen. Zwar kann es Nachts frisch werden, aber selten geht’s unter 5 - 8 Grad runter.

    Aber zumindest im englischsprachigen Amerika gibt es den “Blackberry Winter”, eine Art Entsprechung zu den Eisheiligen. Blackberry Winter is the reverse of Indian Summer. It’s that season in spring, after a warm spell, when blackberry vines are blooming (aus dem leo.dict Forum). Bei Daves Gardens gibt es noch ein paar mehr Infos dazu.

    © Thomas Althaus 2007 | by WordPress | WPD
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