Seltsames, Skurriles und Merkwürdiges aus dem englischen Alltag



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    Kategorie: Historisches

    Morgen ist St. Swithin’s Day

    Am 15. July ist St. Swithin’s Day - wichtig für alle Meterologen, denn so besagt die Wetteregel: regnet es am St. Within’s Day, wird es die nächsten 40 Tage weiterregnen.

    Dazu gibt es auch einen alten Reim

    ‘St. Swithin’s day if thou dost rain
    For forty days it will remain
    St. Swithin’s day if thou be fair
    For forty days ’twill rain nae mair.’

    dost = does
    thou = you
    nae mair = no more.

    St. Swithin war der Bischof von Winchester. Die Legende besagt, daß der Bischof auf seinem Totenbett den Wunsch äußerte im Freien und nicht wie üblich in einer Kathedrale begraben zu werden, denn dann køunne er den Regen und die Schritte hören. Sein Wunsch wurde befolgt, doch 9 Jahre später, im Jahre 971 verlegten die Mönche seine Gebeine in die Kathedrale. Am Tag der Verlegungszeremonie blitzte und donnerte es und der Regen hielt 40 Tage lang an.

    Anlaß für Sprachfetzen ein paar regenrelevante Redewendungen vorzustellen:

    “to rain cats and dogs” - “in Strömen regnen”

    “to rain on someone’s parade” - “jemandem die Suppe versalzen”

    “to be left out in the rain” - “im Regen stehen gelassen werden”

    “to take a rain check” - “auf etwas später wieder zurückkommen, etwas verschieben”

    Die Polizei dein Freund und Helfer

    police_streetlight.jpgEine alte Laterne außen vor der lokalen Polizeistation. Anlaß für Sprachfetzen einige polizeiliche englische Begrifflichkeiten zu erklären. In England ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Polizistin “copper”, was in etwa “Bulle” entspricht, aber höflicher gemeint ist. Mit “beat” ist nicht die Musik, sondern das Revier des Polizisten gemeint. Spricht man im übrigen Land von der police oder der constabulary, so spricht man in London vom MET, Metropolitan Police Service. Und beim Thema “copper” darf Sprachfetzen eine englische Institution nicht vergessen. Den Londoner “bobby” George Dixon. Er schob 21 Jahre lang Dienst, von 1955 bis 1976, brachte es auf 432 Episoden - ohne Mord und Todschlag. George Dixon was a policeman of the old school. A dependable officer who would help old ladies cross the street and whose idea of treating juvenile delinquents was with a ‘clip’ round the ear.

    Dixon of Dock Green’ was the final representative of a moralistically paternalistic Britain (www.televisionheaven.co.uk) Eine der erfolgreichsten englischen Fernsehserien aller Zeiten, jeder Engländer über 40 kennt Dixon. Und Sprachfetzen hat die Titelmelodie der Serie, synonym für die Spannung jeder Episode:

    Londons Kanalisation

    Eine der großen Erungenschaften des viktorianischen Englands war die Antwort auf den “Großen Gestank”, the “Great Stink” von 1858. Es war die architektonische Großtat des Baus der Kanalisation für London. Das Netzwerk der unterirdischen Röhren (”sewers”} mit Pumpstationen an strategischen Punkten wie Abbey Mills am River Lea und Cross Ness in den Marschen von Erith wurde vor allem von Sir Joseph Bazalgette umgesetzt. Er war auch die treibende Kraft hinter dem Bau der Woolwich Free Ferry, die 1889 ihrem Betrieb aufnahm und immer noch in Betrieb ist. Sie verbindet Woolwich auf der Südostseite der Thames mit North Woolwich im Osten Londons.

    Aber zurück zu dem Abwassernetz unter London. Lassen wir Spike Milligan sie musikalisch zum Wochenausklang preisen: ‘The Sewers Of The Strand’ - 1961

    “Strand” ist die knapp 1 km lange Straße in der City of Westminster in London, beginnend am Trafalgar Square.

    Ein Hoch auf Fish & Chips

    Happy birthday fish & chips. Das Nationalgericht feiert dieses Jahr seinen 150. Geburtstag. Daher bringt Sprachfetzen noch einmal das Foto dieses netten Plakates fotografiert in Whitby, einer der fish’n'chips Hochburgen an der englischen Ostküste.

    fish and chips

    Auch das ZDF feiert dies in seiner Mediathek (vielen Dank für den Link an Stefan - ploing.de).

    1. The UK has an estimated 10,500 fish and chip shops.

    2. On any Friday, one in five takeaways are from the chippy.

    3. They have a third fewer calories than other popular takeaways.

    4. A portion contains 30 % of a female’s recommended daily calorie intake and 23 % for a man.

    5. You can get a third of your daily vitamin C from a portion of chips.

    6. Thick chips absorb less oil than thin ones, so chunky chips are healthier.

    7. Portions were originally fried in beef dripping; in parts of Yorkshire, this is still preferred.

    8. Carbon dioxide in beer batter results in a lighter texture as well as an orange colour.

    9. In the UK, waste frying fat is a vital source of bio diesel.

    …. Originalliste 150 Punkte lang beim Independent.

    Staddle Stone

    Man findet sie überall in England. Riesige steinerne Pilze. Verwittert und bemost stehen sie da wie Obelix’ Hinkelsteine. Allerdings sind sie nicht Überbleibsel heidnischer Kultur, sondern Werkzeug findiger Landwirtschaft.

    Staddle Stones wurden ursprünglich dazu verwendet Kornsilos und Scheunen (granaries & barns) zu erhöhen.Das brachte zwei Vorteile. Zum einen hielt es Ratten und Mäuse ab in die Gebäude zu klettern

    staddlestone.jpg

    und zum anderen hielt es Bodenfeuchtigkeit ab.

    Heute sind diese Staddle Stones beliebte Garten- und Parkornamente. Original antike Staddle Stones werden um die £400 herum gehandelt (z. Bsb. hier).

    London’s Alleys, Courtyards and Passages

    court - Hinterhof
    alley - Gasse
    passages - Durchweg
    yard - Hof
    courtyard - Innenhof
    byway - Seitenweg

    Ein Tipp für den nächsten Londonbesuch.  Interessantes zu erfahren gibt es beim ” guide to the alleys, courts, passages and yards of central London”. Der Autor “… researched over 400 byways, and on this site I present the result of my rambles. In each entry I have attempted to relay a combination of features. Historical events are, of course, high on the list and where there are tales to tell” (Quelle).

    Und was hat Sprachfetzen gelernt: je enger die Gasse, umso dunkler ihre Vergangenheit!

    Schönes Wochenende!

    Chopsticks

    Chopsticks ist die englische Bezeichnung für Stäbchen, den Esswerkzeugen unserer japanischen Mitbürger. Aber durchaus gebräuchlich im Englischen ist der Begriff Chopsticks auch für den ’Celebrated Chop Waltz’, einem einfachen Klavierstück, dem Flohwalzer nicht unähnlich. Chopsticks war auch das Stück das Marilyn Monroe im Film “Seven Year itch” am Klavier spielte (Videolink). Und Sprachfetzen ehrt das Stück heute weil es genau heute vor 132 Jahren von dem britischen Komponisten  Euphemia Allen unter dem Pseudonym “Arthur de Lull” beim britischen Museum in London lizensiert wurde.

    Alice’s Adventures in Wonderland

    Heute vor 178 Jahren, am 27. Januar 1832, wurde der englische Schriftsteller, Mathematiker, Diakon, Logiker und Photograph Lewis Carroll in Daresbury in Chesire, England geboren. Es war 1865 als sein Werk “Alice’s Adventures in Wonderland” veröffentlicht wurde. Im heutigen Internetwunderland gibt es die komplette Geschichte als Teil des Gutenberg Projektes online. Eine kurze, gute Biographie findet man bei www.insite.com.br.

    Carroll erweiterte die englische Sprache um das Wort “chortle”, einem Mix aus ”snort” und “chuckle”, welches er in seinem bekannten Gedicht “Jabberwocky ” einführte.

    to snort - prusten, schnauben
    to chuckle - kickern
    to chortle -  glucksen

    © Thomas Althaus 2007 | by WordPress | WPD
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