Seltsames, Skurriles und Merkwürdiges aus dem englischen Alltag



Rubriken:



 




 

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis
blogoscoop
Blog-Webkatalog
blog-o-rama.de
Blog Top Liste - by TopBlogs.de
TopOfBlogsblogoscoop

  • Abonnement


  • Impressum

    Kategorie: Historisches

    Chopsticks

    Chopsticks ist die englische Bezeichnung für Stäbchen, den Esswerkzeugen unserer japanischen Mitbürger. Aber durchaus gebräuchlich im Englischen ist der Begriff Chopsticks auch für den ’Celebrated Chop Waltz’, einem einfachen Klavierstück, dem Flohwalzer nicht unähnlich. Chopsticks war auch das Stück das Marilyn Monroe im Film “Seven Year itch” am Klavier spielte (Videolink). Und Sprachfetzen ehrt das Stück heute weil es genau heute vor 132 Jahren von dem britischen Komponisten  Euphemia Allen unter dem Pseudonym “Arthur de Lull” beim britischen Museum in London lizensiert wurde.

    Alice’s Adventures in Wonderland

    Heute vor 178 Jahren, am 27. Januar 1832, wurde der englische Schriftsteller, Mathematiker, Diakon, Logiker und Photograph Lewis Carroll in Daresbury in Chesire, England geboren. Es war 1865 als sein Werk “Alice’s Adventures in Wonderland” veröffentlicht wurde. Im heutigen Internetwunderland gibt es die komplette Geschichte als Teil des Gutenberg Projektes online. Eine kurze, gute Biographie findet man bei www.insite.com.br.

    Carroll erweiterte die englische Sprache um das Wort “chortle”, einem Mix aus ”snort” und “chuckle”, welches er in seinem bekannten Gedicht “Jabberwocky ” einführte.

    to snort - prusten, schnauben
    to chuckle - kickern
    to chortle -  glucksen

    Rost in der Plätzchendose

    du kannst Bratwürstchen darin aufbewahren, dann hast du Rostbratwurst! So die wunderbare Antwort auf die Frage: “Rost in der Plätzchendose - was jetzt?” (hier gefunden).

    Was aber hat dieses Thema bei Sprachfetzen zu suchen? Ganz einfach, der “Erfinder” der Plätzchendose war ein Engländer. Anfang des 19. Jh war es  Joseph Huntley, ein in London ansässiger Plätzchenbäcker, der Plätzchen an Fahrgäste in der gegenüberliegenden Postkutschenstation verkaufte. Eine brüchige Ware, was ihn auf die Idee brachte die Plätzchen in Zinnbüchsen zu verpacken.  Und daraus wurde dann Huntley & Palmers, eine der erfolgreichsten Plätzchenmanufakturen der Welt die eng mit  Huntley, Bourne and Stevens zusammenarbeiteten, die Plätzchendosenfabrik die von Huntleys Sohn geleitet wurde.

    Wer also ein authentisches englisches Mitbringsel sucht, wie wär’s mit Keksen von: www.huntleyandpalmers.com.

    incandescent light

    Die Glühlampe - incandescent light. Heute natürlich nicht mehr wegzudenken, Wahrzeichen des Fortschrittes und der Moderne. Feiern wir sie bei Sprachfetzen, denn heute vor 128 Jahren, am 20. Januar 1882 wurde als erster Laden auf der Welt, ein Textilgeschäft Namens Coxon & Company in Newcastle-upon-Tyne, mit Glühbirnen beleuchtet.

    “In the cold light of day” - “bei Licht besehen”, bleibt nur zu sagen “Let there be light!” - “Es werde Licht!”

    Eeyore, Piglet, Tigger, Kanga und Roo

    Namen die jeder hier in England kennt. Charaktere aus Winnie the Pooh. A.A. Milne (Alan Alexandra Milne) Autor von “Winnie the Pooh”, wurde am 18. Januar 1882 geboren und lebte in einem Haus in Hartfield, am Rand des Ashdown Forest in East Sussex, England. Pu der Bär ist hier in England DAS Kinderbuch und die absurd-warmherzigen Geschichten um den Bären „von sehr geringem Verstand” oder – treffender – von sehr großer Naivität (Zitat: Wikipedia), werden jeder neuen englischen Generation vorgelesen. Eeyore, Piglet, Tigger, Kanga und Roo waren die Stofftiere von Milnes Sohn und Winnie-the-Pooh wurde nach einem Kanadischen Schwarzbär im Londoner Zoo namens Winnipeg und einem Schwan in West Sussex der Pooh hieß, benannt.

    Mehr zu Winnie, einigen Geschichten und seinem Erfinder gibt es bei www.just-pooh.com.

    Den Begriff “Poohsticks” findet man in keinem Sprachlexikon, es ist aber ein Spiel das jeder Engländer kennt. Man wirft Stöcke von einer Seite einer Brücke in einem Fluß oder Bach und rennt zur anderen Seite und schaut welcher Stock von der Strömung zuerst unter der Brücke auftaucht. Die kleine Brücke im Ashdown Forest, der Originalschauplatz in den Geschichten ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Groß und Klein (Foto von der Poohstick Brücke).

    Das Zeichen des Friseurs

    Viele alte Friseurläden Englands haben ein kleines Zeichen außen am Laden. Zuerst erscheint es wie eine Lampe. Aber es ist eine Glasröhre mit rot-weiß Schlangenlinienmuster. Schaut bei euerm nächsten Englandbesuch mal hin, ganz viele alteingesessenen Friseure haben dieses Erkennungszeichen. Dieser sogenannte “barber’s pole” geht zurück aufs Mittelalter, wo die Friseure auch als Zahnärzte und Chirurgen arbeiteten. Werkzeug war ja so ziemlich das gleiche. Die rot-weißen Streifen symbolisieren die Verbände. Kein Scherz.

    “Cut it out!” - “Hör auf damit!” höre ich die Leser schreien, Sprachfetzen will uns wohl “einen Bären aufbinden” - “pull our leg”

    Falls ihr Sprachfetzen nicht glaubt, Thames Salon hat einen Artikel darüber, die BBC auch.

    barbershop.jpg

    Und damit verabschiedet sich Sprachfetzen in die Weihnachtsferien. Hier geht es weiter am Montag, den 11. Januar. Schöne Weihnachten und frohes Neues an alle meine Leser!

    Fratzen - Gargoyles

    An vielen englischen mittelalterliche Kirchen und Gebäuden man sogenannten “Gargoyles”.

    Verbreitet ist die Ansicht das diese Fratzengesichter dazu dienen böse Geister zu vertreiben. Das ist aberfalsch, vielmehr sind diese Gargoyles, korrekt übersetzt “Wasserspeier”, genau wie die deutsche Bezeichnung sagt, Abflussrohre.

    Mit den Mündern in einigem Abstand von den Gebäuden, wurde so Verhindert das das Abwasser einfach die Wände herunterlief und Schäden verursachte.

    Gargoyles findet man überall in Großbritannien. Ein paar nette Photos gibt es hier und noch mehr historische Fakten hier.

    In Liverpool bei den Liver Birds

    180px_Liver_Bird.jpgDas gestrige Hen Night Photo machte Sprachfetzen im legendären Cavern Club in Liverpool. Dort wo die Beatles anfingen. Das Wahrzeichen der Stadt sind die Liver birds. Aber Obacht das Liver hier wird nicht wie das Liver von Liverpool ausgesprochen, sondern so, das es sich mit “driver” reimt - also “Laifer”. The pronunciation of liver in this word is not homophonous with the first two syllables of Liverpool; rather it rhymes with “driver” (Wikipedia).

    Die beiden Vögel sitzen auf dem Gebäude der Royal Liver Assurance, benannt nach dem Hauptsitz der gleichnamigen Versicherung. Entworfen von Walter Aubrey Thomas Anfang des 20 Jh, war es eine der ersten mehrstöckigen Stahlbetonkonstruktionen sowie eines der ersten Hochhäuser Großbritanniens.Ziemlich schnell wurden die Fünfeinhalb Meter hohen Kupfervögel zum Wahrzeichen der Stadt.

    cavern.jpgDer Cavern Club ist nicht mehr der Originale. Anfang der 70er geschlossen, einige Jahre zugunsen der U-Bahn abgerissen wurde er Anfang der 80er mit Originalsteinen möglichst naturgetreu auf der anderen Straßenseite wiederaufgebaut. Naja denkt Sprachfetzen, für die Touristen reicht es, ansonsten aber The Great Rock’n'Roll Swindle oder auch
    “a fair swindle” - “ein glatter Betrug”

      

     

     

     

     

     

     

    © Thomas Althaus 2007 | by WordPress | WPD
    Sofern nicht anders angegeben, unterliegen alle Inhalte der Creative Commons Lizenz