Sprachfetzen eröffnet den Frühlingsmonat März kulinarisch.
Ein weit verbreitetes, beliebtes Gericht in England ist BANGERS and MASH (sausages and mashed potatoes - Bratwürstchen und Kartoffelbrei). Die Bratwürstchen werden Bangers genannt, weil sie natürlich beim Braten in der Pfanne zerplatzen.
Und diese Leckerei begeisterte auch schon Sophia Loren und Peter Sellers, die das “Bangers and Mash” Duett 1960 aufnahmen:
Und mit einem weiteren Sprachfetzen Surftipp, diesmal für die Fußballfreunde unter den Lesern eroffnen wir die zweite Dezemberwoch. Das englische Blog Football and Music sammelt alles zum Thema. Mit viel Liebe und Arbeit zusammengetragen findet man Erschreckendes wie den Knaller von 1994 Village People and Die Deutsche Fussballnationalmansschaft – Far Away In America (hier nur ein kurzer Ausschnitt):
Na, “this is music to Sprachfetzen’s ears” - das ist doch “Musik in Sprachfetzens Ohren”
“To fail an examination” - “bei einer Prüfung durchfallen”, failure meint den Misserfolg, das Scheitern.
Das Radio Fail Blog sammelt verunglückte Moderationen aus dem englischen Radio. Patzer aus lokalen Sender aber auch von Moderatoren der großen Mutter BBC. So kann man hier den Moderator von Radio Leicestershire hören der der Ivor Ardons Muttertagswunsch verliest: Dear Chris, please say a big hello to Connie Lingus who’s 69 on Tuesday, she’ll be enjoying my meat and two veg on Sunday at 12, wish her all the best and tell her I look foward to seeing her when she comes” (listen).
Wie überall auf der Welt so ist auch in England die Honigbiene bedroht. Seit Jahren warnen Wissenschaftler vor dem Aussterben der Honigbiene (Guardian, 2008, BBC, 2006 ). Aber es gibt Hoffnung: “New research has found the native black honeybee could be better able to survive any external threats as it is better equipped to deal with the British weather.” (Telegraph, 2009). Aha: die einheimische Schwarze Honigbiene kommt einfach mit den nicht vorhandenen englischen Sommern besser zurecht. Sprachfetzen musste auch feststellen, daß die meisten Engländer Bienen, Wespen und Hummeln nicht auseinanderhalten können. Was allerdings auch kein Wunder ist, wir sind ja alle mit der Biene Maja aufgewachsen, die kennen die Engländer nicht.
Ist es nicht traurig das die kleinen englischen Kinder im Vorschulalter kein grundlegendes Wissen über Insekten, Bienen, Hornissen, Frösche und andere Tiere aus Majas Welt lernen können. Der junge Hooligan weiß nichts über „militärische“ Wanderameisen, „fleißige“ Bienen oder „gefräßige“ Heuschrecken (Wikipedia).
So bleibt Sprachfetzen nur auf zwei Biene-involvierte englische Redewendungen hinzuweisen:
“She acts like the queen bee” - Sie will immer im Mittelpunkt sein”
“have a bee in one’s bonnet” - “einen Meise haben, nicht ganz dicht sein”
Es gibt das Dörfchen Borstal in der Grafschaft Kent, dort wurde Anfang des 20 Jh die erste Besserungsanstalt für Jugendliche eröffnet. Im modernen englischen Sprachgebrauch meint “borstal” “Besserungsanstalt, Jugendheim”. Viele Engländer wissen garnicht das es ein namensgebendes Dorf gibt. Die Borstal Institution sollte jugendlichen Straftätern mit Erziehung, Wissen und Disziplin zurückhelfen, aber “more often than not they were breeding grounds for bullies and psychopaths” (Quelle). Dies gilt natürlich auch für Fußballverbände, Kindergärten und Pflegeheime - aber ich will nicht abschweifen.
1982 wurden die Borstals dann von “youth custody” Zentren abgelöst. An den heutigen Kriminalitätsstatistiken kann man ablesen, daß die auch nicht viel gebracht haben. Damit beschäftigt sich auch ein älterer BBC Artikel.
“Custody” heißt “gewahrsam”, “to remand someone in custody” - “jemanden in Untersuchungshaft behalten” und “to take custody of someone” bedeutet “für jemanden das Sorgerecht übernehmen”.
Schönes Wochenende wünscht Sprachfetzen und legt jetzt mal den alten Faces Klassiker “Borstal Boys” aus ihrem 73er Album “Ooh la la” auf:
Sprachfetzen twittert nicht, er hat besseres zu tun. Sprachfetzen folgt auch niemand, er ist kein Stalker (laut Leo Dictionary, ist ein Stalker jemand der prominente Personen verfolgt).
Natürlich verpasst Sprachfetzen dadurch einiges und ließt eventuell erst am nächsten Morgen in der Zeitung, daß die Welt untergegangen ist.
Und so hat Sprachfetzen auch erst sehr spät erfahren, wie poetisch die frühere Gouvernante von Alaska twittert. Und wer ist am besten geeignet solch großartige Poesie würdig vorzutragen - natürlich William Shatner:
Zum Wochenende und zum anstehenden Feiertag nach langer Zeit mal wieder ein kleiner “rotzfrecher” Vortrag von der schönen englischen Unbekannten, die vor langer Zeit bei Sprachfetzen die Geschichte vom Krokodil aufsagte und sich ebenfalls mit charmanter Stimme an deutschen Zungenbrecher versuchte.
Sprachfetzen wünscht einen schönen Feiertag - wir lesen uns Montag wieder!
Es war 1965 als der englische Komiker Peter Cook mit dem Song “The Ballad of Spotty Muldoon” tatsächlich in die englischen Hitparade kam. “Spotty” heißt natürlich “pickelig”. Ab 1962 unterstützte Cook das Satiremagazin Private Eye, engagierte sich für Amnesty International und trat bei Wohltätigkeitsveranstaltungen zugunsten Obdachloser auf.
Lassen wir Cook kurz selber zu Wort kommen:
“You realize that suicide’s a criminal offense — In less enlightened times they’d have hung you for it.”
“You know, I go to the theatre to be entertained… I don’t want to see plays about rape, sodomy and drug addiction… I can get all that at home.”