Seltsames, Skurriles und Merkwürdiges aus dem englischen Alltag



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    Kategorie: Hörenswertes

    Zu Gast bei Sprachfetzen: Hurray for the Riff Raff

    Wie schon am Mittwoch, verweilen wir auch heute in der subkulturellen musikalischen Szene in New Orleans. Hurray for the Riff Raff haben gerade ihre 2. Platte “Young Blood Blues” veröffentlicht. Banjo, Accordion, Trumpet, Fiddle bilden ein brüchig gewebtes Klangornament, aus dem die Geschichten der Sängerin neugierig entsteigen, so wie das kleine Gespenst aus seiner Truhe.

    Bandchefin Alynda Lee Segarra berichtet bei Sprachfetzen über ihre Tage in Berlin:
    “I have been to Berlin, I spent some time there a couple summers ago, i loved the energy of the city. A couple of friends and I were travelling around playing, and when we got to Berlin we drank plenty of wine and slept in some of the parks. Drank some good cheap espresso, and biked around alot. At night we’d hop from bar to bar and ask to play a few songs and pass the hat real quick. It was insane, always a big scene and alot of dancing, we were playing standard jazz tunes with travelling musicians we knew from the states. My favorite place was a bar called The Silver Future, a queer bar that treated us like family. They had a makeup and dress up corner by the bathrooms, so everyone in there looked fabulous!”.

    Und natürlich hat Alynda auch einen guten Ratschlag für die Sprachfetzen Leser hat: “The wiseman Woody Guthrie said. “Take it easy, but take it.” In other words, relax! but don’t let any opportunity pass you by.”

    hurray for the riff raff
    Photocredits: Hurray For The Riff Raff MySpace site

    Von ihrer neuen Platte gibt es hier den Song “Slow Walk” zu hören:

    Aber natürlich wollen wir bei Sprachfetzen auch etwas Englisch lernen.
    “Hurray” ist klar, bedeutet Hurrah!. Man kann auch hooray, hurrah oder einfach yippee verwenden.
    Riff Raff dagegen ist schon etwas schwerer - ein feiner Ausdruck, selten gehört, sollte man sich aber merken. “Riff raff” - “Gesindel, Gesocks”

    The Ross Sisters - Solid Potato Salad

    Sprachfetzen geht in die Osterferien. Nicht ohne etwas Wunderbares ins Nest zu legen. Die ersten 50 Sekunden des Clips sind schon wunderbar, aber dann - GROOVY!!!

    Und damit - happy easter! - Sprachfetzen will be back with english sayings and reports from weird british everyday life on Monday 18th April. See you later

    BANGERS and MASH

    Sprachfetzen eröffnet den Frühlingsmonat März kulinarisch.

    Ein weit verbreitetes, beliebtes Gericht in England ist BANGERS and MASH (sausages and mashed potatoes - Bratwürstchen und Kartoffelbrei). Die Bratwürstchen werden Bangers genannt, weil sie natürlich beim Braten in der Pfanne zerplatzen.
    Und diese Leckerei begeisterte auch schon Sophia Loren und Peter Sellers, die das “Bangers and Mash” Duett 1960 aufnahmen:

    This is music to my ears

    Und mit einem weiteren Sprachfetzen Surftipp, diesmal für die Fußballfreunde unter den Lesern eroffnen wir die zweite Dezemberwoch. Das englische Blog Football and Music sammelt alles zum Thema. Mit viel Liebe und Arbeit zusammengetragen findet man Erschreckendes wie den Knaller von 1994 Village People and Die Deutsche Fussballnationalmansschaft – Far Away In America (hier nur ein kurzer Ausschnitt):

    Na, “this is music to Sprachfetzen’s ears” - das ist doch “Musik in Sprachfetzens Ohren”

    Radio Fail

    “To fail an examination” - “bei einer Prüfung durchfallen”, failure meint den Misserfolg, das Scheitern.

    Das Radio Fail Blog sammelt verunglückte Moderationen aus dem englischen Radio. Patzer aus lokalen Sender aber auch von Moderatoren der großen Mutter BBC. So kann man hier den Moderator von Radio Leicestershire hören der der Ivor Ardons Muttertagswunsch verliest: Dear Chris, please say a big hello to Connie Lingus who’s 69 on Tuesday, she’ll be enjoying my meat and two veg on Sunday at 12, wish her all the best and tell her I look foward to seeing her when she comes” (listen).

    Ein Sprachfetzen Surftipp.

    Busy as a bee - fleißig wie eine Biene

    Wie überall auf der Welt so ist auch in England die Honigbiene bedroht. Seit Jahren warnen Wissenschaftler vor dem Aussterben der Honigbiene (Guardian, 2008BBC, 2006 ). Aber es gibt Hoffnung: “New research has found the native black honeybee could be better able to survive any external threats as it is better equipped to deal with the British weather.” (Telegraph, 2009). Aha: die einheimische Schwarze Honigbiene kommt einfach mit den nicht vorhandenen englischen Sommern besser zurecht. Sprachfetzen musste auch feststellen, daß die meisten Engländer Bienen, Wespen und Hummeln nicht auseinanderhalten können. Was allerdings auch kein Wunder ist, wir sind ja alle mit der Biene Maja aufgewachsen, die kennen die Engländer nicht.

    Ist es nicht traurig das die kleinen englischen Kinder im Vorschulalter kein grundlegendes Wissen über Insekten, Bienen, Hornissen, Frösche und andere Tiere aus Majas Welt lernen können. Der junge Hooligan weiß nichts über „militärische“ Wanderameisen, „fleißige“ Bienen oder „gefräßige“ Heuschrecken (Wikipedia).

    So bleibt Sprachfetzen nur auf zwei Biene-involvierte englische Redewendungen hinzuweisen:

    “She acts like the queen bee” - Sie will immer im Mittelpunkt sein”
    “have a bee in one’s bonnet” - “einen Meise haben, nicht ganz dicht sein”

    bewareofbees.jpg

    Borstal Institution - youth custody centres

    Es gibt das Dörfchen Borstal in der Grafschaft Kent, dort wurde Anfang des 20 Jh die erste Besserungsanstalt für Jugendliche eröffnet. Im modernen englischen Sprachgebrauch meint “borstal” “Besserungsanstalt, Jugendheim”. Viele Engländer wissen garnicht das es ein namensgebendes Dorf gibt. Die Borstal Institution sollte jugendlichen Straftätern mit Erziehung, Wissen und Disziplin zurückhelfen, aber “more often than not they were breeding grounds for bullies and psychopaths” (Quelle). Dies gilt natürlich auch für Fußballverbände, Kindergärten und Pflegeheime - aber ich will nicht abschweifen.

    1982 wurden die Borstals dann von “youth custody” Zentren abgelöst. An den heutigen Kriminalitätsstatistiken kann man ablesen, daß die auch nicht viel gebracht haben. Damit beschäftigt sich auch ein älterer BBC Artikel.

    “Custody” heißt “gewahrsam”, “to remand someone in custody” - “jemanden in Untersuchungshaft behalten” und “to take custody of someone” bedeutet “für jemanden das Sorgerecht übernehmen”.

    Schönes Wochenende wünscht Sprachfetzen und legt jetzt mal den alten Faces Klassiker “Borstal Boys” aus ihrem 73er Album “Ooh la la” auf:

    Sarah Palin twittert

    Sprachfetzen twittert nicht, er hat besseres zu tun. Sprachfetzen folgt auch niemand, er ist kein Stalker (laut Leo Dictionary, ist ein Stalker jemand der prominente Personen verfolgt).
    Natürlich verpasst Sprachfetzen dadurch einiges und ließt eventuell erst am nächsten Morgen in der Zeitung, daß die Welt untergegangen ist.
    Und so hat Sprachfetzen auch erst sehr spät erfahren, wie poetisch die frühere Gouvernante von Alaska twittert. Und wer ist am besten geeignet solch großartige Poesie würdig vorzutragen - natürlich William Shatner:

    Hier also: “no rain - no rainbow”

    (Original Videoclip hier)

    © Thomas Althaus 2007 | by WordPress | WPD
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