Seltsames, Skurriles und Merkwürdiges aus dem englischen Alltag



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    Kategorie: Obskures

    Wee und Wii

    “To have a wee” meint “Pippi machen”. Die “Wii” Box ist natürlich dieses Nintendo Spiel wovon Sprachfetzen aber keine Ahnung hat. Aber nun fällt alles zusammen. Beim Pippimachen Videospiele spielen. Erstmal nur für Männer. Per Urinstrahl steuert man ein Videospiel, der Monitor hängt über dem Pissoir. Eine britische Firma entwickelte diese Toilettengangunterhaltung, die in britischen Pubs viel Anklang findet.

    Die BBC berichtet über “Toilet gaming technology targets urinal boredom“.

    Da wird man nochmal richtig gefordert in den “wee hours of the morning” -  in den frühen Morgenstunden.

    Pass the port decanter

    Einer dieser seltsamen Trinkbräuche in England. Es gibt dieses Gefäß, ein Rundkolben sozusagen, nicht ausbalanciert - es kippt um solange sich Flüssigkeit darin befindet. Der Gastgeber befüllt es, gießt allen ein und gibt dann den Dekanter entgegen des Uhrzeigersinns (so will es der Brauch) weiter. Um es nun nicht so lange zu halten, muß man sein Glas schnell austrinken, dann auffüllen und dann darf man ihn wieder weitergeben.

    Es heißt also aufgepasst, wenn sich die Dekanter-Flasche nähert - schnell leertrinken! Es gibt keine Möglichkeit den Dekanter abzusetzen (”hogging the Port”).

    Germans are not known for backing down in an argument

    Und noch ein netter Artikel aus dem Guardian. Darin wird belegt wie brav die Deutschen Regeln, Gesetze und Verbote Folge leisten. Während sich in England keiner im Fußgängerampeln kümmert, wartet man in Deutschland auf “the little green man”.

    Mittagsruhe gibt es auf der Insel nicht und der Rasen wird sowieso am Sonntag gemäht. Beim Recyclen haben sie auf der Insel eher 3. Welt Land Status und “If the sauna poster tells you to shower before cooling off in the plunge pool, do it – unless you want to get into an argument with a naked German about your personal hygiene.” (Quelle).

    Und was dann passiert …. wie war doch gleich nochmal die Überschrift für den heutigen Blogeintrag ?

    spag bol

    Die Nordengländer -im Gegensatz zu Deutschland ist ja das Kulturgefälle auf der Insel anders. Die Kultur ist im Süden Englands zu Hause und der Norden beheimatet unter anderem den Yorkshireman, kälteerprobt, grobschlächtig und kulinarisch unbedarft. Solch ein Mensch aus Yorkshire war neulich zu Gast bei Sprachfetzen und erzählte unter anderem: “every Friday I get the craving for spec bog”.  - zumindest verstand es Sprachfetzen so. Nach was befällt den Nordmann ein heftiges Verlangen: “Spec bog”? Sprachfetzen dachte erschreckt, das klingt nach einer glibbrig ekligen Wurmspezies aus dem Moor (”bog” = “Moor”), na vielleicht essen die das im Norden wirklich. Mutig fragte Sprachfetzen nach.

    SPAG BOL!

    Im Norden Englands umgangsprachlich für Spaghetti Bolognese.

    Last Christmas

    “Last Christmas” by Wham!

    What we’re doing is compiling an archive of all the versions of Wham!‘s “Last Christmas.”

    Why? Well, We’re not sure.

    Und Sprachfetzen ist sich auch nicht sicher ob dies einen Blogeintrag wert ist, aber egal hier ist der Link.

    Aluminum Tree Museum

    Vorweihnachtszeit.

    Da bringt Sprachfetzen natürlich auch den ein oder anderen festlichen Artikel. Bald ist es Zeit die Glöckchen zu hängen und den Baum zu kaufen. Echte Holzware oder wiederverwendbares Plastik mit Lichtorgel, Sound und schwingenden Ästen, sozusagen ein “swiss army knife” - eine “eierlegende Wollmilchsau”?

    Weg vom konservativen Grün hin zum hippen Aluminiumbaum. In den USA gibt’s auch extra ein Museum für diesen Baum, da man dort die kunsthistorische Bedeutung dieser Art erkannt hat. Das Aluminum Tree Museum bietet zwar keine tolle Webseite, aber immerhin anheimelnde Fotos der Ausstellungsstücke. “The year: 1959.  The newest holiday must-have: The all-new, fireproof, reusable, silver aluminum tree!  Made only in the USA, by skilled all-American workers.  Ahhhh, those were the days.”

    Und außerdem lernt der Sprachfetzen-Leser auch noch etwas: im britischen Englisch heißt es “aluminium”, während bei den Amis tatsächlich das zweite “i” weggelassen wird.

    Tee und Kätzchen

    Diese Engländer. Seltsame Ideen haben die. Was reduziert den Streß im Büro? Dumme Frage,  Tee und Kätzchen natürlich - das weiß doch jeder gute Inselbewohner. Darum gibt es auch die “Tea and kittens” Seite, die farblich ausgewogenen Bilder zum Thema liefert: “For the removal of stress in office environments”. Und für Firefox User heißt es sogar: “Replaces the angry-making Daily Mail and Daily Express websites with a soothing selection of tea and kittens from www.teaandkittens.co.uk.” (Add on hier).

    Da muß selbst Sprachfetzen ”grin like a Cheshire cat” -  “wie ein Honigkuchenpferd grinsen” und freut sich auf eine streßfreie nächste Woche.

    Bob Dylan war der fünfte Beatle

    Zum Wochenausklang wird die British Amerikanische Freundschaft von Sprachfetzen unterstützt. Nicht nur Bob Dylan wollte einmal bei den Liverpoolern mitspielen, nein Bruce Springsteen und Neil Young ebenso.

    Hört euch die vergnügliche Geschichte an und staunt welche Songperlen dabei herausgekommen sind (der Dylanpart kommt nach 3.13 Minuten). Aufgezeichnet von Dan Bern.

    Live at Joe’s Pub 2004 (Archive.org)

    © Thomas Althaus 2007 | by WordPress | WPD
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