Sprachfetzen hat gerade mal den üblichen trailer trash thriller (das was er sonst so liest) beiseite gelegt und sich echter Literatur gewidmet. Das Buch was er vorher gelesen hatte, trug den Aufkleber “better than literature” auf dem Einband - genau Sprachfetzens Geschmack
Aber zurück zu Literatur. “To Kill a Mockinbird” wurde 1960 veröffentlicht, Mitte der 60er in einigen US Schulen als ”immoral literature” eingeordnet und verboten, blieb es das einzige Werk von Harper Lee (mehr dazu bei Wikipedia).
Der Anwalt Atticus muß in den 1920er Jahren in den Südstaaten einen Farbigen verteidigen, der angeklagt wurde, eine junge weiße Frau vergewaltigt zu haben. Dazu von seiner 8jährigen Tochter befragt, kommt es zu folgendem Dialog:
“If you shouldn’t be defendin’ him, then why are you doin’ it?”
“For a number of reasons,” said Atticus. “The main one is, if I didn’t I couldn’t hold up my head in town, I couldn’t represent this county in the legislature, I couldn’t even tell you or Jem not to do something again.” […]
“Atticus, are we going to win it?”
“No, honey.”
“Then why-”
“Simply because we were licked a hundred years before we started is no reason for us not to try to win,” Atticus said.
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“we were licked” - schwer zu übersetzen - bedeutet sinngemäß “man hat sich unterkriegen lassen”. “I ain’t been licked” bedeutet also man ist nicht geschlagen und man hat nicht aufgegeben.
Gutes Buch - verschenkt es zu Weichnachten!