Seltsames, Skurriles und Merkwürdiges aus dem englischen Alltag



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    Kategorie: Redewendungen

    Cellphone / mobile / landline

    In Amerika heißt das Handy “cell phone” in England “mobile” oder einfach nur “phone”.
    Sprachfetzen besitzt kein solches Accessoire. Er hat nur einen Hausanschluß - “landline”.
    Sprachfetzen und Jonathan Richman sind zu diesem Thema einer Meinung:
    You Can Have a Cellphone, That’s OK, But Not Me

    When I’m on the beach
    I’m on the beach
    No you can’t call me there
    And when I’m on a walk
    I’m on a walk
    No you can’t call me there
    And when it’s breakfast time
    It’s breakfast time
    What more can I say?

    To go awry

    Awry heißt soviel wie “krumm” oder “schief”. Und wenn eine Sache danebengegangen ist, dann ist sie “schief gelaufen” - “to go awry”.

    Schief gelaufen sind die letzten öffentlichen Äußerungen des guten Morrissey, der 80er Jahre The Smiths Ikone. Die Briten nehmen es Herrn Morrissey sehr übel, das der auf seiner momentanen Tour durch Argentinien sagt, das die Falkland Inseln Argentinien gehören. Erschwerend kommt hinzu,  daß Morrissey’s Band in “We Hate William and Kate” T-Shirts auftreten.

    Die Leser des englischen Telegraph sind wenig begeistert. Something went awry!

    212 Azealia Banks

    Die junge Dame ist die neue Internet Sensation. Lana Del Rey war gestern. Die Dame rapt und Sprachfetzen versteht kaum einen Satz. Ihr Hit heißt “212″ und steht für .

    Ein kleiner Textauszug:
    “I could bust your 8, I’m-a do one too”. Hmmm was bedeutet das wohl? Na ist doch klar: “Since the numeral 8 looks like a vertical pair of testicles, she’s claiming that she could make her opponent ‘bust a nut’, or orgasm, while she has one as well”.

    Aber um das zu verstehen brauchte Sprachfetzen Nachhilfe bei www.rapgenius.com. Dort gibt’s das lippenbetonte Musicvideo, den Text und - sehr fein gemacht - bei Klick auf die orangen Textteile die Erklärung dazu.

    Na dann liebe Sprachfetzen Leser gehet hin und lernt die Bedeutung von:

    I could freak a ‘fit, that pump with the peep and
    You know what your bitch become when her weave in

    Hair of the dog

    Sprachfetzens englisches Frauchen war entsetzt. Ihre deutschen Sprachkenntnisse schliessen das Wort “Frühstück” mit ein. Auch weiß sie was Katze und Kater heißt.

    Eigentlich dachte sie die Deutschen seien ein zivilisiertes Volk. Heute jedoch änderte Sie ihre Meinung. In Deutschland gibt es manchmal eine Miezekatze zum Frühstück! Was könnte der Ausdruck “Katerfrühstück” sonst bedeuten?

    Sprachfetzen erklärte und sie war beruhigt. In England allerdings gibt es so etwas wie ein Katerfrühstück nicht. Allerdings gibt es dort das “Hair of the dog“. Das Bierchen am Morgen, daß den Kopfschmerz nach durchzechter Nacht lindern soll.

    Hmmm …..

    Originality is undetected plagiarism

    Sprachfetzen packt noch einmal ein ultraheißes Eisen an und wagt sich in gesellschaftpolitisches Terrain vor.

    Lord have mercy on a country that’s tearin’ its ownself down.
    John D. Loudermilk “Lord Have Mercy”, von der 1971 erschienenen LP Elloree, Vol. 1

    In einen anderen Song auf der Platte kommt der schöne Satz:
    “Originality is undetected plagiarism”
    vor.

    Ich denke das brauche ich nicht zu übersetzen und muß dem auch nichts hinzufügen ….

    Im Schwitzkasten - headlock

    So, zu Beginn des neuen Jahres ist Herr Wulff auch bei Sprachfetzen angekommen.

    Der arme Kerl. Sich beim Boulevard Schmutzblatt Chef per Anruf beschweren - aber was soll das nützen? Bei den Chefs der öffentlich-rechtlichen Medien gebe es ja eventuell die Möglichkeit deren Entlassung zu forcieren.

    Und nun wird er von allen Seiten in den Schwitzkasten genommen.
    “To grab someone in a headlock” - “jemanden in den Schwitzkasten nehmen”.

    To Kill a Mockinbird - we were licked

    Sprachfetzen hat gerade mal den üblichen trailer trash thriller (das was er sonst so liest) beiseite gelegt und sich echter Literatur gewidmet. Das Buch was er vorher gelesen hatte, trug den Aufkleber “better than literature” auf dem Einband - genau Sprachfetzens Geschmack :)

    Aber zurück zu Literatur. “To Kill a Mockinbird” wurde 1960 veröffentlicht, Mitte der 60er in einigen US Schulen als ”immoral literature” eingeordnet und verboten, blieb es das einzige Werk von Harper Lee (mehr dazu bei Wikipedia).

    Der Anwalt Atticus muß in den 1920er Jahren in den Südstaaten einen Farbigen verteidigen, der angeklagt wurde, eine junge weiße Frau vergewaltigt zu haben. Dazu von seiner 8jährigen Tochter befragt, kommt es zu folgendem Dialog:

    “If you shouldn’t be defendin’ him, then why are you doin’ it?”

    “For a number of reasons,” said Atticus. “The main one is, if I didn’t I couldn’t hold up my head in town, I couldn’t represent this county in the legislature, I couldn’t even tell you or Jem not to do something again.” […]

    “Atticus, are we going to win it?”

    “No, honey.”

    “Then why-”

    “Simply because we were licked a hundred years before we started is no reason for us not to try to win,” Atticus said.

    ____________________________

    “we were licked” - schwer zu übersetzen -  bedeutet sinngemäß “man hat sich unterkriegen lassen”. “I ain’t been licked” bedeutet also man ist nicht geschlagen und man hat nicht aufgegeben.

    Gutes Buch - verschenkt es zu Weichnachten!

    Bollards

    “Bollards” sind Poller. Das sind die Dinger wo blinde Mitmenschen drüberstürzen, Besoffene dran pinkeln und Kinder drüberhüpfen. Bollards stehen im Weg - meistens. Besonders in England - ein Land mit Bollardhochkultur. Ein photographierender Brite versucht dies auf der Webseite “Absolute Bollards” zu dokumentieren. Und Sprachfetzen Leser wissen bestimmt das Wortspiel “Absolute Bollards” richtig einzuschätzen …

    © Thomas Althaus 2007 | by WordPress | WPD
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