I’ll eat my hat
Sprachfetzen ißt gerne, Sprachfetzen kocht gerne, Sprachfetzen geht ungerne hier in England ins Restaurant. Bezahlbares Essen ist in der Regel geschmacklos, gutes Essen ist überteuert und unterproportioniert. Mickrige Lendchen an großen Salatblatt oder Minihähnchenbrust mit 3 handgeschnitzten Pommes - immer unter tollen hungrigmachenden klangvollen Namen edel angerichtet.
KINDERPORTIONEN!
Wehmütig denke ich da an meine Jugend und Rita von der Schnitzelranch zurück. Schnitzel so groß wie Uli Hoeneß´Klappe. Pommes ohne Ende. Hach ja.
Nur nicht in England zum Essen ausgehen (außer vielleicht zum einheimischen Inder - Nationalgericht ist ja nicht mehr Fish und Chips, sondern Kurma Chicken und Balti Reis).
Ansonsten Jamie Olivers in den Restaurants, in den täglichen TV-Kochshowduellen und im Supermarkt.
Immerhin - ein kleiner Lichtblick für die die es japanisch mögen (ich nicht) - die “Rote Anna“. Die macht Bento Gerichte. Bento? - was ist Bento?. Killerkitty gibt Antwort: “… Üblicherweise findet sich unter diesem Begriff ein hausgemachter Lunch für Unterwegs. Allerdings nicht mit einem simplen Sandwich zu vergleichen.” (mehr). Bei der roten Anna sieht das dann so aus:

“Donnerwetter - I’ll eat my hat!” - “Da fress’ ich einen Besen!”
Spektakulär oder?
Oder doch eher: viel Reis um nichts?


Mittwoch, 18. Februar 2009 um
Sieht aber doch richtig klasse aus und das Auge isst ja bekanntlich auch mit. Also ich denke, dass es durchaus was hat, mal sowas zu probieren und wenn es so schön angerichtet ist, erst recht. Dass die Engländer aber nur so kleine Portionen machen, ist schon ärgerlich, gerade wenn man wirklich Hunger hat.