Meine Küche - precarious
Leo Hickman schreibt sehr feine Kolumnen für den Guardian. Die gibt es in deutscher Uebersetzung Online beim Greenpeacemagazin. Für Einsteiger empfehle ich seine Gedanken zur ökologisch bewussten Küchenausstattung. Eine “unabhängige” Expertenrunde (Journalistin des Verbrauchermagazins Ethical Consumer, Kampagnenchef der Umweltorganisation Friends of the Earth sowie ein Aufsichtsratsmitglied der Soil Association, Großbritanniens größter Biolandbau-Organisation) prüfte seine Küchenausstattung. Da kommt so mancher Skandal ans Licht, wie zum Beispiel: “Es ist eine Schande, dass der Geschirrspüler von Neff ist. Die Firma gehört zum Siemens-Konzern, der auf dem Atomenergie- und Rüstungssektor aktiv ist und sich an umstrittenen Großprojekten wie dem Drei-Schluchten-Staudamm in China beteiligt.” (engl. Originaltext: © Guardian Newspapers Limited (2004)).
Oha, da schweift mein Blick aengstlich durch meine kleine Küche und bleibt beruhigt für einen Moment an meinen grossen Vorratsglas mit dem Müsli aus dem Bioladen hängen. Aber dann fällt mir ein ich habe billiges Schokomüsli vom Plus untergemischt, damit es besser schmeckt.
Irgendwie ist die Ausstattung meiner Küche und meine Lebensmittelvorräte doch ziemlich “precarious” - “heikel” oder ”bedenklich”.

