Punt War
“Punt wars”, nein das ist nicht die englische Bezeichnung für die Punische Kriege - das sind vielmehr Kriege die auf dem Fluß Cam der durch Cambridge führt, stattfinden. Und die sind nun eskaliert. Aber der Reihe nach.
Ein “punt” ist “a flat-bottomed boat which does not have a keel, and is propelled by means of a long pole” (Quelle). Also ähnlich wie die Gondeln in Venedig werden Touristen in den flachen Bootchen über die Cam gestackt.
Geht man heutzutage durch Cambridge wird man von aufdringlichen Werbern (”touts”) im Minutentakt angesprochen. Schlimmer als auf einem arabischen Bazar. Dahinter steckt eine ein Geschäftsfeld in dem jährlich Millionen Pfund Sterling umgesetzt werden. £1000 macht ein punt Besitzer an einen guten Nachmittag. Der Tourist muß $14 für 40 Minuten punt Tour bezahlen, 12 Touristen passen in ein Boot.
Und zwischen den punt Tour Anbietern ist Krieg. Da wird nachts Spüli in die feindlichen Boote gekippt, damit es rutschig und unbrauchbar wird, Stinkbomben von Brücken geworfen - auch dies macht ein Boot für einige Zeit unbrauchbar, mit Bolzenschneider werden Nachts Boote losgeschnitten, so daß sie abtreiben und - die neuesten Entwicklungen - mit Kettensäge werden Boote einfach durchgesägt (Bericht hier und hier).
Also liebe Sprachfetzenleser, obacht wenn ihr ein “punt” mieten wollt - Cambridge is at war - Cambridge befindet sich im Krieg.

