Weg mit dem Bärenfell
“Die Unterhausabgeordnete Anne Widdecombe ist konservativ, patriotisch und königstreu. Am besten lässt sie sich mit dem Adjektiv formidabel umschreiben. Von Auftreten, Selbstbewusstsein und Sprachduktus her wäre sie die Idealbesetzung für eine Neuverfilmung der Abenteuer von Miss Marple.” (Wolfgang Koydl in der SZ vom 10.3.08). Mehr über diese konservative Hardlinerin gibt es im Telegraph.
Aber nun zur Sache. Frau Widdecombe setzt sich vehement für die Abschaffung der Pelzmützen der britischen königlichen Wachgarde ein. Zusammen mit der Tierschutzorganisation PETA ist sie mit einen schockierenden Video an die Öffentlichkeit gegangen. Allein 2007 wurden 50 Bärenfälle für neue Mützen benötigt. Die Schwarzbären werden in Kanade gejadt. Schluß damit - synthetische Mützen werden gefordert. Die taugen nichts: “Armed Forces minister Adam Ingram said an “unsatisfactory performance” in wet weather conditions were among problems.”. Da kommt mir derselbe Geanke wie Anita Singh von PETA: “In the 21st century, when the MoD can make the best military equipment in the world, it can surely find a synthetic material to make ceremonial headwear”. (Quelle BBC)
Bär im Englischen ist “bear”, “to bear” meint aber auch “aushalten”, “ertragen”. Und natürlich meint Sprachfetzen auch: weg mit dem Bärenfell!
I cannot bear this anymore - ich kann es nicht mehr ertragen

